Anerkennung:

Kunstschule ist nicht allein aus Vereinskraft zu stemmen

Die Idee von einer Kunstschule ist ehrenwert. Doch der Templiner Kunstverein steht mit vielen anderen Förderwünschen im Wettbewerb. Und die Kraft der Stadt mit zig Vereinen, Schulen und einer Therme im Nacken ist begrenzt. Kann das Land helfen?

Staatssekretär Martin Gorhold wollte von  Elisabeth Hein, Michael Heber und Henryk Wichmann vom Kunstverein erfahren, ob sie die Anforderung für eine Anerkennung als Kunstschule erfüllen. Dann wäre eine Landesförderung möglich.
Sigrid Werner Staatssekretär Martin Gorhold wollte von  Elisabeth Hein, Michael Heber und Henryk Wichmann vom Kunstverein erfahren, ob sie die Anforderung für eine Anerkennung als Kunstschule erfüllen. Dann wäre eine Landesförderung möglich.

Der Templiner Kunstverein ist in Not. Seit seine Kunstschule in das frisch restaurierte Haus der Jugend und der Kunst in die historische Altstadt zurückgezogen ist, bedrücken den Verein Kostensorgen. Im neuen Haus muss der Verein zwar keine Miete zahlen, dafür aber jährlich 4400 Euro Betriebskosten berappen. Früher waren es 2800 Euro. Fast gleichzeitig mit dem Wiedereinzug ins neue Haus sei dem Kunstverein die zusätzliche, jährlich neu beschlossene Förderung der Stadt von 5000 auf 2000 Euro gekürzt worden, sagte Vereinsvorsitzender Michael Heber. Die sonst fällige soziokulturelle Miete sei gegen gerechnet worden, hieß es aus der Stadt.

Nunmehr müsse der Kunstverein aus der Vereinskasse pro Jahr 5000 Euro aufbringen, was die Mitgliedsbeiträge übersteige. "Wenn wir so weitermachen, werden wir ein zweites Baja", so Heber bitter. Das ehemalige Baja-Kunstinstitut gibt es längst nicht mehr. Auch die Ausgabenlast für das neue Kunstschulangebot des Templiner Kunstvereins sei nicht aus Vereinskraft zu stemmen, so der Vereinsvorsitzende. Nun ruhen alle Hoffnungen auf dem Land. Das hat Interesse daran, mehr als sieben anerkannte Kunstschulen im Land zu fördern. Rund 400 000 Euro stehen dafür in Brandenburg jährlich zur Verfügung. Doch die Auflagen für die Anerkennung der Kunstschulen scheinen vor allem kleinen Trägervereinen im Land sehr hoch. Vor allem in der Startphase sei deren Umsetzung kaum zu verwirklichen, sagt Michael Heber und hofft nicht nur auf Hilfe für seinen Verein, sondern auch darauf, dass man die Bedingungen für eine Förderung im Land noch einmal überdenkt.

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