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Länger Licht für Nachtschwärmer

Weil die Gemeinde Boitzenburger Land sparen muss, gingen dort bislang die Straßenlampen um 20 Uhr aus. Das stieß in Warthe, wo gerade erst neue Lampen installiert wurden, auf Unverständnis.

Egbert Seiferdt, Ortsvorsteher in Berkholz, wird es freuen. Die Straßenlampen in der Gemeinde sollen nun abends zwei Stunden länger brennen.
Benjamin Vorhölter Egbert Seiferdt, Ortsvorsteher in Berkholz, wird es freuen. Die Straßenlampen in der Gemeinde sollen nun abends zwei Stunden länger brennen.

Die Straßen in der Gemeinde Boitzenburger Land sollen künftig abends länger beleuchtet sein. Die Nachtabsenkung wird von 20 Uhr auf 22 Uhr verschoben. Das haben die Gemeindevertreter auf ihrer jüngsten Sitzung beschlossen. Um Energie und damit auch Geld zu sparen, hatte die finanzschwache Kommune entschieden, abends die Straßenlampen um 20 Uhr abzuschalten.

Die Entscheidung löste in der Gemeinde Kontroversen aus. Gemeindevertreterin Sylvia Kort befürwortete die Entscheidung. Warthes Ortsvorsteher Uwe Dobbert sah das anders. „Wir haben für viel Geld eine neue Straßenbeleuchtung gebaut. Ich bin es leid, darüber zu diskutieren, ob ein paar Lampen abgeschaltet werden müssen oder nicht“, sagte der Gemeindevertreter. Dass Straßenlampen abends leuchten, seien grundlegende Dinge, betonte er. „Die Anwohner haben einen entsprechenden Eigenanteil für die Straßenbeleuchtung bezahlt. Man kann die Lampen nicht einfach ausschalten“, pflichtete Brigitte Bachmann-Werner, Vorsitzende der Gemeindevertretung bei.

Im November hatte der Ortsbeirat Berkholz gefordert, dass die Straßenlampen im Ort abends länger brennen. Die geringe Beleuchtung mache es schwieriger, sich auf dem teilweise unebenen Gehweg im Dorf zu bewegen, argumentierte Ortsvorsteher Egbert Seiferdt damals.

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