Driving Center von Messergebnissen entlastet:

Lärm nicht stärker als erlaubt

Die Messergebnisse auf dem Betriebsgelände sind eindeutig: Auf der Renn- und Teststrecke bei Groß Dölln werden die Bestimmungen eingehalten. Das subjektive Empfinden von Einwohnern in den anliegenden Dörfern ist allerdings anders.

Ob die Lärmemmissionsgrenzen für den Betrieb der Renn- und Teststrecke auf dem Gelände des Driving Centers eingehalten werden, wird durch diese Messstation überprüft.
Sigrid Werner/Archiv Ob die Lärmemmissionsgrenzen für den Betrieb der Renn- und Teststrecke auf dem Gelände des Driving Centers eingehalten werden, wird durch diese Messstation überprüft.

Naturnaher Tourismus und Lebensqualität auf dem Lande lassen sich nicht auf mit einer Renn- und Teststrecke auf dem Gelände des Driving Center Groß Dölln vereinen, sagen die Mitglieder der Bürgerinitiative Schorfheide. Schon gar nicht an Wochenenden, an denen Anwohner und Touristen Ruhe suchen. Nicht der Normalbetrieb mit Fahrsicherheitstrainings stört sie, wohl aber die Rennveranstaltungen, der Uckermark Kurier berichtete.

Seit Jahren gibt es Beschwerden aus umliegenden Dörfern wegen des Lärms im Zusammenhang mit diesen Veranstaltungen. Die Bürgerinitiative hatte sich deshalb an den SPD-Stadtverordneten Christian Hartphiel gewandt. Sein Vorschlag: Initiative und Driving Center sollten gemeinsam mit dem Ordnungsamt Templin und dem Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (LUGV) die Messungen des Lärmpegels auswerten. Seit 2010 nimmt das LUGV auf Wunsch der Stadt Templin diese Messungen regelmäßig auf dem Betriebsgelände vor. „Bei keiner wurde festgestellt, dass die zulässigen Grenzwerte überschritten wurden. Und es gibt keinen Grund, diese Ergebnisse anzuzweifeln“, erklärte Mike Bucht, Mitarbeiter der Landesbehörde, jetzt im Ordungsausschuss der Templiner Stadtverordnetenversammlung. Diese Werte liegen in Vietmannsdorf 52, in Bebersee 53, in Klein Väter bei 55 und in Groß Väter 51 Dezibel. Dass objekte Messungen nicht unbedingt mit subjektivem Empfinden übereinstimmen, sei klar, so Bucht. „Die Geräusche sind zweifelsohne zu hören.“

Die Stadt Templin setzt sich für einen Kompromiss zwischen den wirtschaftlichen Interessen des Driving Centers einerseits und dem Anliegen der Einwohner in den Dörfern ein. „Es gibt einen städtebaulichen Vertrag, in dem festgelegt ist, dass die Zahl der besonders lärmintensiven Veranstaltungen zurückgefahren werden muss. Sie finden jetzt nur noch an zehn Wochenenden im Jahr statt“, erinnerte Bürgermeister Detlef Tabbert in der Sitzung. Für Motorradveranstaltungen dürfen weder das Driving Center noch Fremdveranstalter Eintritt von Zuschauern erheben, auch dies stünde in dem Vertrag. Camping im Rahmen solcher Veranstaltungen auf dem Gelände ist tabu, ebenso wie das Grillen am Waldrand, erfuhr Dr. Klaus-Peter Franke, Vorsitzender der Bürgerinitiative, auf Nachfrage. „Etwas anderes sind die Fahrerlager auf der Betonpiste“, erklärte Ute Stahlberg, Fachgebietsleiterin in der Stadtverwaltung.

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