Bürgerinitiative fordert Ruhe:

Lärmende Rennen gehen Anwohnern auf die Nerven

Das Driving Center bei Groß Dölln steht wegen seiner Geräuschkulisse in der Kritik. In der Umgebung werden jedoch Pegel in Gesprächslautstärke gemessen. Der Bürgerinitiative Schorfheide ist das immer noch zu laut.

Um zu demonstrieren, wie ernst es ihnen ist, rückten jüngst rund 20 Mitglieder der Bürgerinitiative Schorfheide auf dem Gelände des Driving Center an.
Christian Hartphiel Um zu demonstrieren, wie ernst es ihnen ist, rückten jüngst rund 20 Mitglieder der Bürgerinitiative Schorfheide auf dem Gelände des Driving Center an.

Bei Automobil-Konzernen ist das Driving Center im Templiner Ortsteil Groß Dölln gefragt. Auch Polizei, Bundeswehr und Feuerwehren bilden dort ihre Fahrer aus. Auf dem abgesperrten Gelände können sich auch alle Otto-Normal-Fahrer beibringen lassen, wie sie ein Fahrzeug bei Gefahr wieder unter Kontrolle bringen.

Der Bürgerinitiative Schorfheide ist die Anlage aber ein Dorn im Auge. „Logisch, die Fahrsicherheitstrainings sind in Ordnung“, erklärt der Vorsitzende Dr. Karl-Peter Franke. Es sei nicht der Normalbetrieb, sondern es seien die Rennveranstaltungen, die die Mitglieder stören, auch wenn diese nur noch an zehn Wochenenden im Jahr durchgeführt werden, so Franke weiter. Mit einem naturnahen Tourismus und der ruhigen Lebensqualität auf dem Lande sei ein Renn-Parcours nicht zu vereinen, heißt es vonseiten der Initiative. Schon gar nicht an Wochenenden, an denen Anwohner und Touristen Ruhe suchen würden.

Grund zum Einschreiten sieht die Stadt nicht. Thekla Seifert, Fachbereichsleiterin bei der Stadtverwaltung Templin, hält fest, dass das Driving Center die zulässigen Werte bei Lärmmessungen der Stadt bisher nicht überschritten hat. Das bestätigt auch das Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (LUGV). Auch dort wurde bei keiner der Messungen festgestellt, dass die zulässigen Grenzwerte überschritten wurden. In Vietmannsdorf sind das 52, in Bebersee 53, in Klein Väter 55 und in Groß Väter 51 Dezibel. Zum Vergleich: Ein normales Gespräch erzeugt eine ähnliche Lautstärke. Ob diese objektiv messbaren Pegel nun laut oder belästigend sind, wird hingegen subjektiv wahrgenommen. „Die Einhaltung der Begrenzungen bedeutet nicht, dass Geräusche nicht hörbar sind“, heißt es vom LUGV.

Das räumt auch Anja Urban ein, nicht zuletzt werde das in den umliegenden Ortsteilen auch durch die Windrichtung beeinflusst. Doch zu hören sei die Anlage höchstens an 20 Tagen im Jahr. „Wir sind uns der Verantwortung absolut bewusst und haben bereits enorm auf die Beschwerden der Bürgerinitiative reagiert“, sagt sie. Sonderbetriebstage, an denen es lauter werden darf, gibt es gar nicht mehr, laute Rennfahrzeuge fahren nicht mehr, und sämtliche Motorräder auf dem Gelände werden einzeln gemessen. Diese dürfen nicht lauter sein als im Kfz-Schein eingetragen und müssen eine Straßenzulassung haben. „Wer das nicht erfüllt, darf auch nur zuschauen“, schildert sie. Zudem werde bei Rennveranstaltungen auf dem Gelände selbst permanent gemessen.

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Kommentare (1)

Ich weiß nicht was es hier wieder mal zu mäckern gibt man soll doch endlich mal zufrieden sein, dass dieses Gelände sinnvoll genutz wird und Geld in die knappen Kassen der Kommunen spült. Man soll sich mal an die Zeiten vor der Wende erinnern als das Russische Militär noch ihr Unwesen auf dem ehemaligen Flugplatz trieb,denn da wurde der Lärmpegel von 100 Dezibel oftmals bis in die frühen Morgenstunden enorm überschritten sodass die Gläser in der Vitrine wackelten wenn die MIK Jagdflieger den Nachbrenner eingeschaltet haben.Ich kann ein Lied davon singen ,wir wohnten in Grunewald direkt über der Einflugschneise und haben an manchen Tagen und auch langen Nächten so ca 100 gefühlte Starts und Landungen erdulden müssen. Und da meckert man hier über ein bisschen Motorenlärm. Typisch deutsch