Anwohner können aufatmen:

Landesstraße 15 in der nächsten Woche komplett dicht

Einige Hardenbecker können kaum schlafen, weil Hunderte Lkw durch Hardenbeck fahren. Sie nutzen die L 15, um die Bauarbeiten zwischen Woldegk und Neustrelitz zu umfahren. Zumindest für eine Woche haben sie bald Ruhe.

Dieser Durchlass in Hardenbeck droht einzustürzen und muss dringend repariert werden. Dazu wird die L 15 voll gesperrt. Michaela Kumkar             
Michaela Kumkar Dieser Durchlass in Hardenbeck droht einzustürzen und muss dringend repariert werden. Dazu wird die L 15 voll gesperrt.  

Schneller und anders als geplant wird  für einige Tage Ruhe in Hardenbeck einziehen. Voraussichtlich in der kommenden Woche wird hier unter Vollsperrung gebaut. Straßenmeister Jens Mocker vom Landesbetrieb Straßenwesen teilte dem Uckermark Kurier mit, dass der unter der Straße verlaufende Durchlass akut einsturzgefährdet ist, er spricht von "Gefahr im Verzug". "Diese Stelle ist schon länger marode und deshalb unter unserer ständigen Kontrolle. Und die hat jetzt ergeben, dass eine Reparatur dringend notwendig und nicht länger aufzuschieben ist".

Als Sofortmaßnahme wurde die ohnehin bestehende Einschränkung der Fahrbahnbreite nochmals reduziert, auf jetzt nur noch 2,75 Meter. Gegenverkehr ist damit ausgeschlossen. Außerdem gilt in diesem Bereich jetzt für alle Fahrzeuge eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h.  Eine Formalie, denn schneller ist das Nadelöhr auch für flotte Pkw-Fahrer kaum zu durchqueren. Für Brummis und Erntemaschinen erfordert das Passieren der rot-weißen Warnbaken hingegen bereits ein gehöriges Augenmaß.

Jens Mocker schätzt ein, dass der Lkw-Verkehr der vergangenen Monate nicht die Ursache für das Absacken der Durchlass-Stelle ist. Vermutlich hat die starke Belastung dieser sensiblen Stelle aber schneller als erwartet den Rest gegeben. Der Fachmann geht davon aus, dass hier in der kommenden Woche gebaut wird, dazu müsse die Ortsdurchfahrt für mindestens sechs Werktage voll gesperrt werden.

Für einige Hardenbecker wird die Vollsperrung wie Balsam auf der Seele sein. Beispielsweise Birgit und Andreas Pohlus sind mit ihren Nerven am Ende. "Seit April schlafen wir fast keine Nacht mehr durch." Schuld sind die Lkw, die durch Hardenbeck rollen. Viel mehr als sonst, weil auf der Bundesstraße 198 zwischen Neustrelitz und Woldegk gebaut wird, die Ortsdurchfahrt Bredenfelde ist gesperrt. Familie Pohlus wohnt direkt am gepflasterten Teil der Hardenbecker Ortsdurchfahrt. Schwerlaster, wie Holztransporter und Container, verursachen besonders dort einen Höllenlärm, den die Anwohner aushalten müssen. Da helfe nur wenig, dass an allen Orten entlang der Landesstraße 15, die von diesem "Ausweichverkehr" besonders betroffen sind, eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h für Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen erlassen wurde, findet das Ehepaar Pohlus. Denn auch bei 30 km/h verursacht ein Lkw mit einer Geschwindigkeit von 30 km/h auf der Pflasterstrecke einen beachtlichen Lärmpegel.

 

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung