Kein Güllegestank am Wochenende:

Landwirte rümpfen über Reglementierung die Nase

In der Flößerstadt wünschen sich die Touristiker von Landwirten mehr Rücksicht auf die Gäste. Besonders durch die Ausbringung von Gülle fühlten sich Gäste belästigt. Jetzt wollen die Stadtverordneten mit neuen Regelungen Linderung erreichen.

Lychen will Düngearbeiten mit Rücksicht auf Touristiker und Gäste einschränken. Bei Landwirten stoßen die Pläne auf Kritik.
Sigrid Werner Lychen will Düngearbeiten mit Rücksicht auf Touristiker und Gäste einschränken. Bei Landwirten stoßen die Pläne auf Kritik.

Wenn sich in der Urlaubersaison über die Flößerstadt Lychen ein anhaltender unangenehmer Geruch von Gülle ausbreitet, dann sehen Touristiker zuweilen rot. Aus diesem Grund hatten sich die Lychener Stadtverordneten bereits Ende vergangenen Jahres mit der Frage beschäftigt, wie der Erholungsort regulierend eingreifen und die Landwirte zu mehr Rücksicht motivieren könnten.

Im Ordnung- und Umweltausschuss wurde jetzt eine Änderung der ordnungsbehördlichen Verordnung diskutiert. Darin wollen die Stadtverordneten den Landwirten in der Gemarkung Lychen vorschreiben, Jauche, Gülle sowie sonstige flüssige und feste Düngemittel vor den Wochenenden spätestens am Freitag und zu den Feiertagen spätestens einen Tag vorher auszubringen. Damit wären dann die Wochenenden für Düngearbeiten tabu. Gleichzeitig forderten sie, die Landwirte dürften auf bewachsenem Ackerland und Grünflächen Jauche, Gülle und Dünger nur bodennah und bei regnerischem Wetter aufbringen.

Bei Landwirten treffen diese Sonderregelungen zusätzlich zu den gesetzlichen Vorgaben, sollten sie denn wirksam werden, auf Kritik. Sie gingen zum Teil an der fachlichen Praxis vorbei, hieß es aus dem Bauernverband Uckermark. Ob die Stadtverordnetenversammlung diesen Änderungsvorschlag tatsächlich zum Beschluss erhebt, ist noch nicht klar.

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Kommentare (3)

Es ist einfach unglaublich, was man heutzutage alles dem Tourismus unterordnen muss bzw. will. Nicht dass ihr mich falsch versteht. Ich bin nicht in der Landwirtschaft tätig oder sonst irgendwie mit ihr verknüpft. Aber mal ehrlich... Es wird immer hoch gelobt, unsere schöne Natur, keine rauchenden Schornsteine, keine Industrie oder kaum zu merken. Aber mittlerweile wird dem Hahn schon verordnet, wann er krähen darf, dem Misthaufen auf dem Dorf, wo er stinken darf und jetzt kommt bestimmt auch noch mal ne Verordnung, dass das Getreide nur noch eine bestimmte Höhe haben darf, sonst ist der Blick auf die Natur verschleiert ... Mal ehrlich, was soll der Quatsch? Die Zeiten für die Gülleausbringung sind ehe schon so knapp reglementiert, was sicher auch mit dazu geführt hat, dass immer größere Fahrzeuge das Zeug nur noch ganz geballt ausbringen (Aber das weiß ich nicht genau). Aber was ich sicher weiß, dass auch die Landwirtschaft Arbeitsplätze schafft und nicht nur der Tourismus. Und, dass Landwirtschaft nun mal auch zu riechen ist, ob man es will oder nicht. Mit dem ewigen Getue, dass niemand sehen will, wo die Nahrung eigentlich herkommt, betreibt man förmlich Volksverdummung finde ich…

wenn das die urlauber stört dann dürfen sie eben nicht aufs land fahren zum urlaub machen sondern in eine stadt.ist doch wohl ganz klar das auf dem land wo felder sind auch gedüngt wird.alle wollen mehl .. brot oder kartoffeln..aber das düngen der felder stört dann...was ist das für ein unfug...laßt die bauern ihre felder bestellen so wie es sein muss..ohne bauern keine lebensmittel

sollten ihre Felder den Energiekonzernen anbieten und dann Windräder darauf bauen lassen. Bei Windräder gibt's ja keine Tabus und die werden von der Politik schnell durchgewunken. So ein neuer Windpark sieht ja auch sehr schön aus und selbst Nachts blinkt und summt es in deren Nähe. Das zieht bestimmt auch mehr in hochglänzenden Urlaubskataloge als blühende Rapsfelder mit weiten Blick bis zum Horizont.