Bauerntag:

Landwirte wehren sich gegen Vorwürfe der "Gutmenschen"

Hunger in der Welt durch "Vermaisung" und Bioenergie? Uckermärker Landwirte schütteln über solche Parolen nur den Kopf. Sie wollen sich nicht länger durch "Gutmenschen" aus sogenannten "Agrarinitiativen" die Welt erklären lassen.

"Wir brauchen endlich eine praktikable Lösung für die Transporte von Landtechnik mit Überbreiten auf öffentlichen Straßen", forderte Jürgen Schirmer.
Sigrid Werner "Wir brauchen endlich eine praktikable Lösung für die Transporte von Landtechnik mit Überbreiten auf öffentlichen Straßen", forderte Jürgen Schirmer.

Das bekannte am Donnerstag Manfred Mesecke, der Vorsitzende des Bauernverbandes Uckermark, vor mehr als 80 Landwirten, dem Landwirtschaftsminister und dem Ministerpräsidenten Brandenburgs. Sie kamen zum Bauerntag im Grünower Schafstall zusammen, um dort ihre Sorgen und Fragen auf den Tisch zu packen.

Man habe es seinerseits satt, sich von  diesen "Gutmenschen" an den Pranger stellen zu lassen. Der BUND habe in den letzten Tagen  auf demagogische Art und Weise Spendenaufrufe gestartet, denen ein 45-sekündiger Film vorangestellt sei. Darin werde unterstellt,  dass deutsche Landwirte Pflanzenschutzmittel, "natürlich bezeichnet als Pestizide, verantwortungslos einsetzen und zumindest billigend die Tötung von Kleinkindern in Kauf nehmen". Eine "Schweinerei" ruft ein Landwirte in den Saal und meint die Desinformation, die mit solchen Filmen betrieben werde.

Viele Uckermärker Landwirte hatten in den letzten Monaten auf den Einsatz von glyphosathaltigen Pflanzenschutzmitteln  verzichtet, nachdem bekannt geworden war, das Reste davon immer noch legal in einigen zugelassenen Mitteln enthalten waren. Die wachsende Sensibilität für umweltbewusstes Handeln von Bauern scheinen auch Untersuchungen des brandenburgischen Pflanzenschutzdienstes von Anfang Juni und Anfang November, jeweils nach Pflanzenschutzbehandlungen zu bestätigen.  So wurden an insgesamt 15 Gewässer Proben gezogen, darunter an 11 Feldsöllen. Die Ergebnisse der ersten Beprobung zeigen in 12 von 15 Wasserproben Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. Die ermittelten Einzelwerte liegen mit einer Ausnahme jedoch deutlich unter dem ökotoxikologisch kritischen Niveau, hieß es vom zuständigen Landesamt.

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