Vollsperrung Mühlenstraße:

Lassen sich die Bauarbeiter zu viel Zeit?

Zurzeit kann man nicht an der Baustelle in der Templiner Mühlenstraße vorbeifahren. Würde der Baubetrieb einen Zahn zu legen, wäre die Vollsperrung ganz sicher schneller vom Tisch, heißt es von Bürgern.

Etwas mehr als eine Woche ist aufgrund der Bauarbeiten hier für Kraftfahrer kein Durchkommen.
Sigrid Werner Etwas mehr als eine Woche ist aufgrund der Bauarbeiten hier für Kraftfahrer kein Durchkommen.

Bis zum 10. August ist die Mühlenstraße voll gesperrt. Zurzeit wird im letzten Abschnitt des Ausbaus der Hauptverkehrsader der Schacht eines Schmutzwasserkanals ausgewechselt, Anschlüsse werden neu hergestellt. Es gibt mehrere Umleitungen, eine führt über die Ziegeleibrücke für Fahrzeuge bis zu einem Gewicht von maximal 3,5 Tonnen. Dort staut sich der Verkehr, die Nerven von Anwohnern liegen blank. Würde der Baubetrieb länger arbeiten, wäre die Vollsperrung schneller vom Tisch, mehren sich kritische Stimmen.

Dass es die Firma geruhsam angehen lässt, davon kann keine Rede sein, so Hans-Jürgen Otte vom Landesbetrieb für Straßenwesen. Angesichts der Arbeiten, die in diesem Abschnitt zu erledigen sind, habe sie mit der zweiwöchigen Vollsperrung schon einen ambitionierten Zeitplan aufgestellt. "Außerdem wird in diesem Abschnitt auf sehr beengtem Raum in einem fünf Meter tiefen Schacht gearbeitet", gab Hans-Georg Otte zu bedenken. Es sei ein Trugschluss zu glauben, dass man bei diesen Gegebenheiten mit mehr Leuten und mehr Technik schneller voran kommen würde. Das gelte auch für die Forderung, in zwei Schichten zu arbeiten.