Kehrtwende vollzogen:

Lychen verabschiedet sich von Freizeittreff

Die Stadt streicht dem Trägerverein ihren Zuschuss. Statt dessen will sie künftig nur noch Geld für Projekte in der Kinder- und Jugendarbeit geben.

Bianca Response arbeitete im Lychener Freizeittreff.
Birgit Bruck Bianca Response arbeitete im Lychener Freizeittreff.

Die Hoffnungen von Hannelore Lubitz haben sich zerschlagen. Gespannt verfolgte die Geschäftsführerin des Arbeitsförderungsvereins Lychen die Diskussion in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung über die Weiterführung des Freizeittreffs der Stadt. Über Jahre hinweg hatte der Verein als Träger in dem Treff Kinder- und Jugendarbeit organisiert. Doch die Stadtverordneten zogen nun einen Schlussstrich unter dieses Kapitel. „Der Freizeittreff wird nicht weitergeführt“, heißt es in dem Beschluss, dem sie mehrheitlich zugestimmt haben.

Stattdessen beschlossen die Stadtverordneten, dass künftig jährlich 10 000 Euro für Kinder- und Jugendarbeit im Haushalt eingeplant werden. Innerhalb dieses Budgets können Vereine, Institutionen und Gruppen Zuschüsse für vereinsoffene Kinder- und Jugendprojekte beantragen.

Die Diskussionen um den Freizeittreff gehen schon lange. Dabei ging es unter anderem ums Geld. Der Arbeitsförderungsverein betrieb den Freizeittreff mit einer Personalstelle. Die Kosten dafür teilten sich bislang zu je einem Drittel der Landkreis, die Stadt und der Verein. Im Juli musste der Verein die Stadt jedoch zusätzlich um einen Nachschlag von 9048 Euro bitten. Er konnte nicht mehr wie bislang Diskotheken im Alten Kino veranstalten. Damit entgingen ihm Einnahmen in dieser Größenordnung. Zwar bewilligten die Stadtpolitiker den Zuschuss bis Oktober, doch die Diskussion um den Freizeittreff wurde damit neu angeheizt.

Jetzt forderte die Verwaltung eine politische Entscheidung. Zehn der zwölf Stadtverordneten entschieden sich für das Aus.

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