Protest mit offenem Brief:

Lychener warnen vor Einschnitten beim Nahverkehr

In der Flößerstadt stehen die Zeichen auf Alarm. Nach der Ankündigung eines Sparkurses beim Verkehrsunternehmen fürchten die Einwohner um die Buslinien von und nach Lychen. Sie fordern, dass die Kommunen an der Fahrplangestaltung beteiligt werden.

Der Naturparkbus zwischen dem uckermärkischen Lychen und Feldberg im Landkreis Mecklenburger Seenplatte ist ein touristisches  Unterpfand gleich für zwei Regionen. Jetzt bangen die Flößerstädter um diese vor drei Jahren ins Leben gerufene Busverbindung.
Sigrid Werner Der Naturparkbus zwischen dem uckermärkischen Lychen und Feldberg im Landkreis Mecklenburger Seenplatte ist ein touristisches  Unterpfand gleich für zwei Regionen. Jetzt bangen die Flößerstädter um diese vor drei Jahren ins Leben gerufene Busverbindung.

In Lychen wächst die Angst um den Bestand der Buslinien. Ausgelöst wurde sie durch einen Beschluss des Uckermark-Kreistages, im kommenden Jahr 500 000 Kilometer auf den Linien der Uckermärkischen Verkehrsgesellschaft (UVG) einsparen zu müssen. Die Flößerstädter gingen deshalb in die Offensive. In einem offenen Brief warnen sie vor weiteren Einschnitten beim Öffentlichen Personennahverkehr.

"Schon jetzt ist eine Fahrt von Lychen in die Kreisstadt und zurück nach Fahrplanlage ein Tagesausflug. Fachärzte sind nur in 20 bis 80 Kilometer Entfernung vorhanden und mit einem ausgedünnten Busnetz nur schwer zu erreichen", heißt es darin. Unterzeichnet haben den Brief nicht nur Bürgermeisterin Karola Gundlach (parteilos), sondern auch Vertreter der Stadtverordnetenversammlung, des Tourismus sowie des Naturparks.

In dem offenen Brief fordern die Lychener eine Beteiligung der Kommunen bei der Planung der Einsparmaßnahmen im Nahverkehr. Die UVG verwies indes darauf, dass sie dazu mit dem Landkreis intensiv im Gespräch ist, weil dieser die Linien bei dem Busunternehmen bestellt, sagte Pressesprecherin Steffi Pohlan. Aus dem Landkreis hieß es dazu am Montag von Pressesprecherin Ramona Fischer, dass sich die Kreistagsmitglieder in den Fachausschüssen ab Mitte November mit der Problematik befassen werden.