Stadtmauer bröckelt:

"Mauerspecht" am Wahrzeichen

Die mächtige Templiner Stadtmauer wirkt so, als ob ihr niemand etwas anhaben könnte. Doch der Zahn der Zeit nagt an dem mittelalterlichen Bauwerk. Für Passanten ist das nicht ganz ungefährlich.

Henrik Schramm von der Prenzlauer Denkmalpflege GmbH sieht sofort, welcher Stein in der Templiner Stadtmauer ersetzt werden muss.
Michaela Kumkar Henrik Schramm von der Prenzlauer Denkmalpflege GmbH sieht sofort, welcher Stein in der Templiner Stadtmauer ersetzt werden muss.

Am Berliner Tor in Templin lösen sich allmählich Steine aus dem Mauerwerk. Sie drohen auf Passanten zu fallen, die durch die Tore des Turmes laufen. „Das darf natürlich nicht passieren“, sagt Dietrich Schulz von der Prenzlauer Denkmalpflege GmbH. Er und sein Kollege Henrik Schramm sind deshalb dabei, schadhafte Stellen auszubessern.

So bricht Henrik Schramm porös gewordene Steine heraus. Sie werden durch neue ersetzt, die aus einer Manufaktur in der Nähe von Potsdam stammen. Bevor er sie einsetzt, schlägt er jeden Stein mit einem Hammer  zurecht, dass er in die zuvor entstandene Lücke passt. Unterdessen widmet sich Dietrich Schulz einzelnen Fugen im Mauerwerk, die brüchig oder schon herausgebröckelt sind. „Als nächstes werden wir uns dann um die Mauerkrone an einem der Weichhäuser kümmern. Sie muss erneuert werden.“

Um die vollständig erhaltene Stadtmauer einschließlich ihrer Wiekhäuser und Türme zu erhalten, nehmen Mitarbeiter das mittelalterliche Kleinod jedes Jahr unter die Lupe und entscheiden, in welchem Bereich diese Arbeiten notwendig sind. Für die Sanierungsarbeiten werden alljährlich finanzielle Mittel eingeplant.

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