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Mautflüchter können gestoppt werden

Eine parlamentarische Anfrage beim Bundesverkehrsministerium brachte es ans Licht: Es ist möglich, den enormen Lkw-Verkehr auf der Landesstraße  15 zu unterbinden. Uckermärker wollen das Verbot auf den Weg bringen.

Zuletzt demonstrierten Bürger aus Anliegerkommunen an der Landesstraße 15 in Boitzenburg gegen den zunehmenden nächtlichen Lkw-Verkehr.
Gerald Narr Zuletzt demonstrierten Bürger aus Anliegerkommunen an der Landesstraße 15 in Boitzenburg gegen den zunehmenden nächtlichen Lkw-Verkehr.

Seit Wochen protestieren Bürger in der Uckermark gegen nächtlichen Lkw-Verkehr auf der Landesstraße 15. Vor allem Einwohner aus Anliegerkommunen in Lychen, Hardenbeck und Boitzenburg gingen an drei Sonntagen nachts auf die Straße. Sie fordern von der Politik, etwas gegen den zunehmenden Schwerlastverkehr zu unternehmen. Um Maut zu sparen, weichen Lkw-Fahrer auf die Landesstraße aus.

Aus der Potsdamer Landesregierung gab es bislang keine Signale. Doch jetzt könnte eine Information aus dem Bundesverkehrsministerium eine Lösung bringen. Der Bundestagsabgeordnete Jens Koeppen (CDU) hatte eine parlamentarische Anfrage an das Ministerium gestellt. In der Antwort hieß es, dass im Einzelfall Maßnahmen gegen mautbedingte Verlagerungen des Lkw-Verkehrs möglich sind. So könnten die zuständigen Straßenverkehrsbehörden verkehrsbeschränkende oder -verbietende Maßnahmen bereits dann anzuordnen, wenn durch die Erhebung der Maut die Verkehrsverhältnisse erheblich verändert werden.

Aufforderung an den Landrat

Der CDU-Land- und Kreistagsabgeordnete Henryk Wichmann will jetzt mit einem Beschlussvorschlag im Kreistag den Landrat der Uckermark auffordern, „alle rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, um zeitnah den mautbedingten Schwerlastverkehr auf der L 15 mit verkehrsrechtlichen Anordnungen zu unterbinden", teilte er mit. "Dabei sollte insbesondere die Begrenzung der Tonnage auf 7,5 Tonnen in Erwägung gezogen werden.“