Ehrgeiziges Projekt:

Mehr Rückenwind für Internatsschule gefordert

Zwei Vereine wollen aus dem ehemaligen Joachimsthalschen Gymnasium in Templin eine europäische Schule machen. Soll sich die Stadt finanziell in eine zu gründende Stiftung einbringen? Um diese Frage ist eine kontroverse Diskussion entbrannt.

Fördervereinsmitglieder und Projektteam engagieren sich für eine europäische Internatsschule in Templin.
Sigrid Werner Fördervereinsmitglieder und Projektteam engagieren sich für eine europäische Internatsschule in Templin.

Wird aus dem alten Joachimsthalschen Gymnasium eine moderne, dem europäischen Gedanken verpflichtete Internatsschule? Der Förderverein Joachimsthalsches Gymnasium Templin und der Verein zur Förderung von Kunst und Kultur in den neuen Ländern setzen sich seit einem halben Jahr dafür ein, dass an der früher renommierten Bildungsstätte, die seit Jahren leer steht, Schüler aus allen Teilen Europas gemeinsam lernen und unter einem Dach leben. Die Initiatoren brauchen 58,7 Millionen Euro, um dieses Projekt realisieren zu können. Am 31. August 2015 müssen Verein und Projektteam die ersten 2,8 Millionen Euro zusammen haben, um sich die Immobilie vom jetzigen Eigentümer zu sichern.

Die SPD-Fraktion in der Templiner Stadtverordnetenversammlung findet, dass diese Initiative mehr städtischen Rückenwind braucht. Schließlich würde die Kurstadt von einer solchen Bildungsstätte enorm profitieren, so Fraktionsvorsitzender Christian Hartphiel. Deshalb hat die Fraktion einen Antrag vorbereitet. Darin wird unter anderem vorgeschlagen, dass der Bürgermeister mit den Initiatoren eng zusammenarbeiten und sie bei den zuständigen Behörden auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene unterstützen soll. Mehr noch: Die beide Vereine streben die Gründung einer Schulstiftung an. Geht es nach der SPD, dann würde sich die Stadt mit mindestens 25 000 Euro in diese Schulstiftung einbringen.

Kritiker legen ihr Veto ein

Dieser letzte Punkt geht einigen Mitgliedern des Wirtschaftsausschusses zu weit. Hauptkritikpunkt: Hier ginge es um öffentliche Gelder. Und da müsse die Frage erlaubt sein, woher diese Summe kommen soll, argumentierte Heike Droebes. Sie ist sachkundige Bürgerin im Ausschuss. Ulrich Bräuer und Bernd Ziemkendorf (Ampel/Uckermärker Heide) sprachen sich dafür aus, die Initiatoren mit einem politischen Signal der Stadtverordneten beziehungsweise organisatorisch zu unterstützen, jedoch nicht finanziell. Es gab also in der ersten Runde keine Empfehlung für den SPD-Antrag.

Als Nächstes geht es am 17. März im Finanzausschuss um dieses Thema.

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