Nachfolgerin schnell gefunden:

Milmersdorf hat wieder zwei Mediziner

Dass die Arztsuche einen glücklichen Ausgang nimmt, ist im ländlichen Raum nicht die Regel. In Milmersdorf klappte die Arztsuche aber besser, als gedacht.

Medizinerin Martina Schmidt (Mitte) hat eine Praxis in Milmersdorf übernommen. Ihren Wunsch nach einem größeren Laborraum hat die Gemeinde erfüllt. Gute Arbeitsbedingungen auch für Janine Bergemann (links) und Jana Börner, die beiden Arzthelferinnen.
Michaela Kumkar Medizinerin Martina Schmidt (Mitte) hat eine Praxis in Milmersdorf übernommen. Ihren Wunsch nach einem größeren Laborraum hat die Gemeinde erfüllt. Gute Arbeitsbedingungen auch für Janine Bergemann (links) und Jana Börner, die beiden Arzthelferinnen.

Vor etwas mehr als einem Vierteljahr hatten sich die Milmersdorfer noch Sorgen darüber gemacht, ob sie wieder einen zweiten Arzt für die Gemeinde interessieren könnten. Bis dahin praktizierten im Dorf zwei Allgemeinmedizinerinnen. Aus gesundheitlichen Gründen musste eine der beiden, Dr. Brigitte Gallwitz, ihre Arbeit aufgeben. Im Dezember des vergangenen Jahres gab sie die Räumlichkeiten auf. Seit Januar arbeitet die 47-jährige Martina Schmidt dort als hausärztliche Internistin.

Für Martina Schmidt, die seit fünfeinhalb Jahren als Internistin im Sana Krankenhaus in Templin arbeitete, bedeutete die Situation in Milmersdorf, lang gehegte Vorstellungen verwirklichen zu können. „Ich hatte eigentlich immer vor, in eine Niederlassung zu gehen“, sagt die Medizinerin. Die Praxis in Milmersdorf sieht sie deshalb nicht als Übergangslösung. Für den Milmersdorfer Bürgermeister Klaus-Christian Arndt ist der Ausgang der Arztsuche ein Glücksfall und nicht die Regel im ländlichen Raum. „Als Gemeinde hat man nur die Chance, ihnen bestmögliche Bedingungen zu bieten. Gleich zwei Mediziner im Dorf zu haben ist ein wichtiger Baustein für unsere Infrastruktur.“

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