Praxis schließt:

Milmersdorfer sind auf Arztsuche

Die medizinische Versorgung im ländlichen Raum aufrecht zu erhalten ist schwierig. Nachfolger für ausscheidende Ärzte stehen nicht gerade Schlange.

Ärztemangel im ländlichen Raum ist nicht neu. Schließen Praxen, fehlt es oft an Nachfolgern.
Bernd Weissbrod Ärztemangel im ländlichen Raum ist nicht neu. Schließen Praxen, fehlt es oft an Nachfolgern.

Nur noch bis zum Jahresende wird es in Milmersdorf zwei nieder gelassene Medizinerinnen geben. Eine schließt ihre Praxis ab Januar 2016. Aus gesundheitlichen Gründen. "Wir werden uns auf jeden Fall darum bemühen, wieder einen zweiten Arzt für die Gemeinde zu gewinnen", sagt Bürgermeister Klaus-Dieter Arndt.

Einfach wird das sicher nicht. Aber verglichen mit der Situation in der Stadt Lychen, wo man seit Monaten auf der Suche verzweifelt nach einem zweiten Hausarzt ist, können die Milmersdorfer wenigstens mit vorhandenen Praxisräumen punkten. Ehemalige Büroräume wurden vor zwei Jahren entsprechend den Anforderungen an eine Arztpraxis umgebaut. Rund 30 000 Euro flossen dafür aus dem Gemeindehaushalt. Ganz bewusst hatte man damals in der Gemeinde viel Geld in die Hand genommen, um keine Abstriche an der medizinischen Grundversorgung zuzulassen.

Klaus-Christian Arndt versichert, dass alles unternommen wird, um wieder einen zweiten Arzt für die Niederlassung in Milmersdorf zu gewinnen. "Sollten die vorhandenen Praxisräume das Problem sein, dann müssen wir uns Gedanken über eine andere Lösung machen", kündigt er an.

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