Engagierte Mädchen und Jungen unterstützen Nothilfe:

Mit erarbeitetem Geld Kinder freigekauft

Arbeit ist nicht gleich Arbeit. Es gibt freiwillige Arbeit und es gibt ausbeuterische Arbeit. In der Kampagne „Action!Kidz – Kinder gegen Kinderarbeit“ wird die eine Arbeit gegen die andere eingesetzt. Die Templiner Katechetin Kerstin Blümel folgt diesem Ruf schon seit sechs Jahren.

Auch mit selbst hergestellten Pralinen wollen die Kinder der Christenlehre die Aktion unterstützen.
Sara Cato Auch mit selbst hergestellten Pralinen wollen die Kinder der Christenlehre die Aktion unterstützen.

Mit den Kindern der evangelischen Gemeinde hat sie aus nur einem einzigen Tag Arbeit gleich zwei ganze Wochen gemacht. „Eine Woche lang bereiten wir alles vor und eine Woche lang arbeiten wir“, erklärt sie. Die Aufgaben, die die Kinder übernehmen sind ganz unterschiedlich. „Wir säubern die Bushaltestellen oder räumen im Sägewerk auf. Und wir verkaufen Selbstgemachtes. Zum Beispiel Pralinen und Portemonnaies.“

Bei diesem Projekt der Kindernothilfe e.V. arbeiten Kinder freiwillig, um Spenden zu sammeln, die dann gegen ausbeuterische Kinderarbeit in anderen Ländern eingesetzt werden. Erstmalig sind in diesem Jahr auch Lychener Kinder mit von der Partie. Aufgeregt und mit bunten Pralinen auf dem Tablett ziehen sie durch die Flößerstadt. Sie gehen in die Geschäfte, klingeln an Haustüren. Erst sind sie noch ein bisschen schüchtern, aber bald erklären sie mutig ihr Anliegen: „Viele Kinder in Äthiopien dürfen nicht zur Schule gehen. Sie müssen arbeiten.“ Kerstin Blümel ergänzt: „Wir sammeln für ein Projekt der Kindernothilfe, das sich gegen ausbeuterische Kinderarbeit in Äthiopien einsetzt.

Die Kinder werden sozusagen von Bauern freigekauft und erhalten die Chance zur Schule zu gehen.“ Mit diesem Projekt der Kindernothilfe werden im Norden Äthiopiens etwa 17 800 in der Landwirtschaft eingesetzte Kinder erreicht. Das Leben dieser äthiopischen Kinder ist für die ihre uckermärkischen Altersgenossen kaum vorstellbar. Dass aber ihre eigene Arbeit Kindern in Not helfen kann, erfüllt sie mit Stolz: Über 2600 Euro haben die Templiner und Lychener Schüler in dieser einen Woche für äthiopische Kinder erwirtschaftet. Darauf sind sie völlig zu Recht sehr stolz.

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