Fußweg als Nadelöhr:

Mit künstlichem Kniegelenk über Steine kraxeln?

Bauarbeiten vor der Haustür bringen besondere Härten mit sich. Deshalb setzen Bauleute wie Anlieger auf ein gutes Miteinander und verlässliche Absprachen. Doch nicht immer läuft alles glatt und anders als die Wege liegen die Nerven blank.

Die Physiotherapiepraxis war für Patienten mit Handicap einige Zeit nur schwer zu erreichen.
Sigrid Werner Die Physiotherapiepraxis war für Patienten mit Handicap einige Zeit nur schwer zu erreichen.

Am Abschnitt zwischen Markt und Goethestraße haben die Archäologen die Grabungen im Wesentlichen beendet. Danach sind die Versorgunsleitungen verlegt worden und die Bauarbeiter haben begonnen, die neuen Fußwege anzulegen. Das geht nicht ohne Beeinträchtigung für die Anlieger und vor allem Arzt- und Physiotherapiepraxen. Die Bauleute von der Strabag verfahren dabei nach der Devise: Ein Fußweg muss stets begehbar bleiben. Doch für ein paar Stunden türmen sich manchmal Pflastersteine mitten auf dem Weg. Aber grundsätzlich ist die Templiner Innenstadt mit ihren Geschäften während der gesamten Bauzeit zu erreichen.

Größte Einschränkung kommt noch

Es sei eben ein Spagat: "Die einen wollen, dass wir ruhig und ohne die Anwohner zu belästigen bauen. Die anderen wollen, dass wir schnell durch sind", sagt Polier Torsten Giesecke.

Dabei sind die Bauleute noch gar nicht am Nadelöhr in der Mühlenstraße angelangt. Erst auf dem letzten Abschnitt, der etwa vom Sommer bis in den Herbst reichen dürfte, sind die größten Härten zu erwarten. Zwar will man dann zwischen Goethestraße und Schleusenbrücke unter halbseitiger Sperrung arbeiten. Möglicherweise müsse aber doch unter Vollsperrung gebaut werden, hieß es aus der Stadtverwaltung schon. Dann gäbe es allerdings keinerlei "Schlupflöcher" mehr für Lkw, sondern nur noch die ohnehin ausgewiesene weiträumige Umfahrung für die Laster.

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