Anwohner in Sorge:

Muss an diesem Übergang erst jemand sterben?

Wieder ist auf den Gleisen in Hammelspring ein Unfall passiert. Und wieder hatten alle Beteiligten ein riesiges Glück, als ein Auto mit der Regionalbahn zusammen stieß.

Immer wieder passieren an diesem Bahnübergang in Hammelspring Unfälle, zuletzt am Dienstag. Anwohner fordern eine Schranke.
Birgit Bruck Immer wieder passieren an diesem Bahnübergang in Hammelspring Unfälle, zuletzt am Dienstag. Anwohner fordern eine Schranke.

Die Regionalbahn rollt auf dem Bahnhof des Templiner Ortsteils Hammelspring an, das Signalhorn tutet laut. Spätestens das sollte das Signal für die Autofahrer auf dem Storkower Damm das Zeichen sein, anzuhalten. Mit mehr als Tempo 30 dürften sie vor diesem unbeschrankten Bahnübergang ab der ersten Bake ohnehin nicht unterwegs sein und die Gleise, auf denen sich der rote Zug nähert, sind gut einzusehen. Eigentlich. Denn immer wieder kommt es an dieser Stelle zu Unfällen. Zuletzt am Dienstagabend, als ein Mann aus Richtung Storkow kommend seinen Pkw nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte. er wurde nur leicht verletzt. Bereits vor genau einem Jahr leistete dort ein Schutzengel ganze Arbeit, als es einen 19-Jährigen erwischte, dessen Auto 50 Meter vom Zug mitgeschleift wurde. Auch er kam mit leichten Verletzungen davon. Ähnliche Szenarien gab es im Dezember 2011, im Januar 2010, im April 2001 ...

Bahn lehnt eine Schranke bisher ab

Ulrike Werner hat all diese Unfälle mit verfolgen müssen. Sie wohnt wenige Meter vom Bahnübergang entfernt und betreibt in ihrem Haus das „Zwergenstübchen“. „Als wir 1997 hier bauten, schrieben wir einen Brief an die Bahn und forderten eine Schranke“, sagt sie und betont, dass das eine Forderung vieler Anwohner sei. Die Bahn lehnte das Ansinnen damals ab.

„Wenn man aufmerksam ist, sollte eigentlich nichts passieren. Aber es passiert eben doch. Und eine Schranke würde eine viel höhere Sicherheit bedeuten“, sagt Ulrike Werner. Und fügt hinzu: „Oder muss hier erst jemand sterben“?

Wie es auf der Sitzung des Hauptausschusses der Templiner Stadtverordnetenversammlung am Tag nach dem jüngsten Unfall am Bahnübergang hieß, will die Stadtverwaltung wegen der Sicherheit an diesem Bahnübergang Kontakt zur Bahn und zum Kreis als Straßenbaulastträger aufnehmen. Zum wiederholten Mal.

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