Doppelter Schreck:

Nach Wildunfall brennen die Kabel

Kurz hinter Götschendorf stößt am Freitagmittag ein Auto mit einem Reh zusammen. Plötzlich qualmt es.

Nach dem Zusammenstoß mit einem Reh brannte es plötzlich im Motorraum dieses Autos.
Birgit Bruck Nach dem Zusammenstoß mit einem Reh brannte es plötzlich im Motorraum dieses Autos.

Diese nachweihnachtliche Einkaufsfahrt nach Templin werden eine Gerswalderin und ihre Tochter so schnell nicht vergessen. "Es ging alles so schnell. Erst habe ich das Reh auf der linken Straßenseite gesehen, dann sprang es plötzlich in unsere Richtung und es krachte", berichtet die 36-Jährige nach dem Crash noch immer mit zitternden Händen. Sie war in ihrem Pkw Opel auf der Landesstraße 23 zwischen Götschendorf und Temmen unterwegs, als es hinter einer lang gezogenen Rechtskurve zu diesem Zusammenstoß kam.

Das Reh sei nach der Kollision wieder nach links in den Wald geflüchtet. Dort brach das Tier einige Meter weiter zusammen und starb. Die Fahrerin hatte den ersten Schreck noch nicht verdaut, als ihre ebenfalls im Auto befindliche 14-jährige Tochter plötzlich Brandgeruch bemerkte. "Da sah ich auch schon Qualm und kleine Flammen im Motorraum", so die Mutter. Offensichtlich hatte es durch den Aufprall einen Kurzschluss gegeben und Kabel waren in Brand geraten.

Ein junger Mann, der das Geschehen beobachtet hatte, nahm geistesgegenwärtig eine Wasserflasche und konnte damit verhindern, dass die Flammen größeren Schaden anrichten. Für die alarmierten Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Milmersdorf blieb nur noch nachzulöschen. Vorsorglich klemmte sie außerdem die Batterie ab. Die Polizei leitete während der Löscharbeiten den Verkehr auf der L 23 wechselseitig an der Unfallstelle vorbei. Um das tote Reh kümmerte sich der zuständige Förster.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung