Kaputte Technik:

Nagelneues Feuerwehrauto ist nicht einsatzbereit

Die Röddeliner Ortswehr bekam ein modernes Löschfahrzeug. Die Kameraden fühlten sich geehrt, doch schnell machte sich Ernüchterung breit.

Maschinist Stefan Schulz (rechts) und Röddelins Ortsvorsteher Ulrich Bräuer zeigen, wo der Schuh drückt: Die Feuerlöschkreiselpumpe und die Druckzumischpumpe funktionieren nicht.
Sigrid Werner Maschinist Stefan Schulz (rechts) und Röddelins Ortsvorsteher Ulrich Bräuer zeigen, wo der Schuh drückt: Die Feuerlöschkreiselpumpe und die Druckzumischpumpe funktionieren nicht.

Seit Februar 2014 steht ein nagelneues Tanklöschfahrzeug im Gerätehaus der Röddeliner Ortswehr. Nutzen können es die ehrenamtlichen Helfer jedoch nicht wie gedacht, denn die Technik funktioniert nicht so, wie es die Bedingungen für Dorfwehren verlangen. Mit Schaumbeimischungen können die Feuerwehrleute nicht arbeiten. Die sind beispielsweise bei technischen Hilfeleistungen beispielsweise bei Wald- und Feldbränden nötig, um die Verdunstung des Löschwasser zu bremsen.

Sand und Schmutz im Löschwasser, das bei Wald- und Feldbränden oft aus naheliegenden Seen oder Löschteichen geholt werden muss, setzen sich in der sensiblen Technik fest und blockieren diese. Für die Kameraden kann es im Einsatzfall gefährlich werden, wenn sie sich auf das einwandfreie Funktionieren der Feuerlöschkreiselpumpe und der Druckzumischungsanlage verlassen.

Im November dieses Jahres läuft die Gewährleistungsfrist aus. Die Stadt Templin sieht Land und Hersteller in der Verantwortung. Wenn bis Mitte Oktober keine Beseitigung der technischen Probleme erfolgt ist, will die Kommune gegen den Hersteller vor Gericht ziehen.

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