Mehr als Sachbeschädigung:

Nazi-Schmierereien in Templin entdeckt

Wieder muss die Stadtverwaltung den Wirtschaftshof beauftragen, Hakenkreuze zu beseitigen. Das häuft sich in letzter Zeit.

Das steht an einem der Papierkörbe auf dem Templiner Busbahnhof.
Michaela Kumkar Das steht an einem der Papierkörbe auf dem Templiner Busbahnhof.

Hakenkreuze, mit einem Eddingstift unter anderem an ein Geländer geschmiert, hatten am Montagmorgen Polizeibeamte auf den Plan gerufen. Entdeckt wurden diese Schmierereien unter anderem am Busbahnhof sowie in der Nähe des Stadtcenters. Bei der Polizei war Anzeige wegen des Verwendens verfassungsfeindlicher Symbole erstattet worden, bestätigte Gerald Pillkuhn von der Polizeiinspektion Uckermark. Denn dabei handelt es sich um eine Straftat.

"Leider müssen wir uns im Augenblick nahezu wöchentlich mit diesem Problem beschäftigen. Schmierereien unterschiedlicher Art tauchen immer wieder im Stadtgebiet auf", so Ute Stahlberg, Fachbereichsleiterin in der Templiner Stadtverwaltung. Komme die Information von der Polizei, dass wegen solcher verfassungsfeindlichen Symbole ermittelt werde, beauftrage man sofort den Wirtschaftshof, sie wieder zu beseitigen. So wie am vergangenen Freitag auf einer der Bänke, die am Brunnen vor der Maria-Magdalenen-Kirche stehen. Ute Stahlberg bittet die Bürger darum, sich in solchen Fällen beim Ordnungsamt zu melden, damit die Stadt schnell reagieren kann. Bislang sei es leider sehr selten geglückt, Täter zu ermitteln. Ganz abgesehen davon werde durch solche Schmierereien und ihre Beseitigung der Stadthaushalt zusätzlich belastet.

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