25 Jahre Uckermark Kurier:

Neu-Uckermärker findet über Zeitungsanzeige sein Glück

Der Uckermark Kurier feiert seinen 25. Geburtstag. Passend zum Jubiläum erzählen wir Geschichten, die unsere Leser in dieser Zeit erlebt haben. Beispielsweise jene von Michael Wickert. 

Michael Wickert in der „wilden“ Uckermark: Noch in diesem Jahr wird der Berliner umziehen.
Michael Wickert Michael Wickert in der „wilden“ Uckermark: Noch in diesem Jahr wird der Berliner umziehen.

Es war offenbar Liebe auf den ersten Blick: Seit mittlerweile 13 Jahren besucht der Berliner Michael Wickert regelmäßig die Uckermark. Der Auslöser für diese Zuneigung: Ein ehemaliger Kommilitone des studierten Fischereiwissenschaftlers, der seine Wurzeln im uckermärkischen Boitzenburg hat.

„Die Region ähnelt sehr meiner alten Heimat am Bodensee: jede Menge Natur und Seen, nur um einiges wilder und nicht so infrastrukturell gebändigt“, berichtet er begeistert. „An einem Haus haben wir zum Beispiel einmal ein Fischadlerpärchen brüten gesehen – das wäre am Bodensee undenkbar gewesen, weil es dort vermutlich sofort vertrieben würde.“

Der Traum, irgendwann in der Uckermark zu leben

Regelmäßige Wochenendtrips in die Region, um den Freund und dessen Eltern zu besuchen, zum Angeln oder zum Genießen der Natur haben dafür gesorgt, dass der Berliner Kleinunternehmer die Uckermark ins Herz geschlossen hat. „Seitdem war es immer mein Traum, irgendwann einmal in der Uckermark zu leben“, betont er. „Auch meine Freundin Nicole, die ich vor fünf Jahren in Berlin kennengelernt habe, weiß davon und ist ebenso Feuer und Flamme.“

In Berlin betreibt Wickert seit dem Jahr 2012 in der Alten Markthalle in Kreuzberg einen festen Stand mit Räucherofen, von dem aus er seine Fische verkauft. Nun möchte er eine weitere Fischräucherei in Gerswalde errichten. „In den vergangenen 13 Jahren lernte ich uckermärkische Fische schätzen“, so der Kleinunternehmer. „Allerdings ist es in Berlin als kleiner Verkäufer sehr schwer, Fische aus Brandenburg zu bekommen.“ Also wollte er „an die Quelle“ ziehen und somit seine Leidenschaft mit dem Geschäftlichen verbinden.

Erster Auftritt auf Stoppelfest geplant

Aber wo wohnen? Was lag da näher, als in der Regionalzeitung, im Uckermark Kurier, eine Anzeige zu schalten. Und siehe da, es klappte sofort: „Über die Annonce lernte ich die Filmemacherin Lola Randl kennen, die mir eine Remise in der alten Schlossgärtnerei in Gerswalde vermittelte“, erzählt Wickert. „Sie plant, dort eine Art höherwertige Produktionskommune einzurichten – ein Konzept, das mir sehr gut gefällt.“ Hinzu kommt, dass die alte Gärtnerei dort wegen ihrer großen Kamine ideal für eine Räucherstube sei. Verarbeiten will er darin nur Fische aus der Region, wie zum Beispiel Schleie oder Karpfen. „Ich würde den Fisch von den Fischern vor Ort kaufen und dann weiterverarbeiten – so entsteht auch keine Konkurrenzsituation zu ihnen.“

Umzug ist im Herbst geplant

Erstmals in der Uckermark auftreten wird er voraussichtlich mit einem Räucherstand auf dem Gerswalder Stoppelfest. Der „offizielle“ Umzug ist dann für den Herbst geplant. „Mein Traum geht endlich in Erfüllung – 2015 werde ich in der Uckermark arbeiten und leben.“ Auch als Abonnent des Uckermark Kurier.

Zum Schluss noch ein Aufruf an alle Leser: Passend zum 25. Geburtstag des Uckermark Kurier suchen wir Ihre Geschichte. Wenn Sie eine schöne, traurige, lustige oder auch ernste Geschichte erzählen können, teilen Sie uns diese bitte mit. Wir würden sie gerne in unserer Jubiläumsausgabe, die am 2. April erscheint, veröffentlichen.

Telefon Redaktion Templin:  03987 703613

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