Zwiespältige Angelegenheit:

Neue Abgabe soll Wirtschaft ankurbeln

In Lychen sollen Touristiker zur Kasse gebeten werden. Dieser Vorgang hat Modellcharakter und wird im Land mit Spannung verfolgt.

Für die bessere touristische Vermarktung in Lychen soll eine Abgabe eingeführt werden.
Paul Hahn Für die bessere touristische Vermarktung in Lychen soll eine Abgabe eingeführt werden.

Die Zahl der Orte in Brandenburg, in denen eine Tourismusabgabe erhoben wird, lässt sich noch immer an wenigen Fingern abzählen: Rheinsberg gehört dazu, Lübbenau und Burg im Spreewald. In Potsdam wird seit Langem darüber gestritten. Auch in Lychen wird derzeit versucht, diese Abgabe einzuführen. Zum zweiten Mal nach 2009 übrigens, als eine entsprechende Satzung nach kurzer Zeit wieder aufgehoben wurde.

Für diese Abgabe sollen alle Unternehmen zur Kasse gebeten, die vom Tourismus im Ort profitieren. Die aktuelle Diskussion über die Einführung dieser Abgabe wird auch bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Ostbrandenburg mit großem Interesse verfolgt. Tourismusexpertin Manuela Neumann erklärte, dass der Prozess in Lychen in gewisser Weise einen „Modellcharakter“ für das Land habe.

Die IHK ist in der Beurteilung allerdings zwiegespalten. „Sicher, es werden Unternehmen finanziell belastet“, räumt Manuela Neumann ein. Andererseits betont sie die positiven Auswirkungen, die die Förderung des Tourismus hat: „Auch das ist Wirtschaftsförderung.“

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