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Neue Gedenktafel erinnert an Leid des Krieges

Dank einer Spende zweier Templiner Familien, die ungenannt bleiben wollen, hat Templin wieder einen würdigen Platz des Erinnerns an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges. Parallelen zum Hier und Heute drängten sich sofort auf.

Thekla Seifert und Detlef Tabbert enthüllten die neue Gedenktafel.
Sigrid Werner Thekla Seifert und Detlef Tabbert enthüllten die neue Gedenktafel.

167 Templiner ließen im I. Weltkrieg ihr Leben. Am Mittwoch weihten die Templiner eine neue Gedenktafel zur Einnerung an die Gefallen ein. "All die jungen Männer, bekamen keine Chance, ihr Leben so zu führen, wie sie es sich gewünscht haben, daran soll die Gedenktafel im Kreuzgang am Prenzlauer Tor erinnern", sagte Bürgermeister Detlef Tabbert, der die Tafel enthüllte.

Auf der neuen Tafel wird auch Bezug genommen auf das ehemalige Kriegerdenkmal an diesem Platz, das 1924 pompös eingeweiht worden war. Anders als damals gehe es der Stadt heute nicht um Heldenverklärung, sondern darum, angesichts von 17 Millionen Toten im  Ersten Weltkrieg zu mahnen, dass jeder Krieg unendliches Leid mit sich bringt, sagte der Bürgermeister. Die Tafel war von zwei Templiner Familien privat finanziert worden. Sie wollten allerdings ungenannt bleiben.

Gleichzeitig mit der Enthüllung der Gedenktafel für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges bekam der Röhnisch-Platz am Prenzlauer Tor eine neue Tafel, die an die Verdienste von Erna Taege-Röhnisch und Fritz Röhnisch beim Aufbau des Heimatmuseums erinnerte. Das wurde 2012 als Museum für Stadtgeschichte nach umfangreichen Restaurierungs- und Umbauarbeiten wiedereröffnet.