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Nicht alle Gartenabfälle landen auf der Kippe

In der Uckermark bereiten die Kleingärtner ihre Parzellen für den Winter vor. Dabei fällt jede Menge Grünschnitt und Laub an. Früher ging dieser nicht selten in Rauch auf. Heute ist das verboten. Doch es gibt eine Alternative.

Christoph Staufenpiel bringt derzeit den Garten seines Opas auf Vordermann. Dabei fällt jede Menge Grünschnitt an. Auf dem Betriebshof des Biologischen Abfallverwerters in Templin ist er ihn kostenlos losgeworden.
Horst Skoupy Christoph Staufenpiel bringt derzeit den Garten seines Opas auf Vordermann. Dabei fällt jede Menge Grünschnitt an. Auf dem Betriebshof des Biologischen Abfallverwerters in Templin ist er ihn kostenlos losgeworden.

Die Gartensaison geht zu Ende. Zuweilen kann man es riechen, wenn der eine oder andere Gartenfreund Sträucher und Zweige verbrennt. „Das ist aber grundsätzlich verboten“, stellt Ute Stahlberg vom Templiner Ordnungsamt klar. Ihr Amtskollege Matthias Schmidt in Prenzlau wird noch deutlicher. Das Verbrennen von Laub verstoße gegen die Abfallkompost- und Verbrennungsordnung. "Sie kann mit einer Geldbuße zwischen fünf und mehr als 5000 Euro bestraft werden“, so der Ordnungsamtsleiter.

Dazu muss es aber gar nicht erst kommen. In Prenzlau können Gartenabfälle zum Betriebshof der Uckermärkischen Dienstleistungsgesellschaft gebracht werden werden. In Templin nimmt sie die Biologische Abfallverwertung Templin GmbH (BAT) sie kostenlos entgegen. Neben dem Kompostierplatz in Templin betreibt die Firma eine weitere Kompostieranlage in Buchholz bei Gerswalde. In Milmersdorf und Ahrensdorfs hat sie zehn Kubikmeter große Container aufgestellt, in denen die Leute ihre Gartenabfälle hineinwerfen können.

BAT-Firmengründer Bernd Kliche und sein Sohn Dirk, der vor zwei Jahren den Betrieb übernommen hat, sind übrigens der Meinung, dass die Leute inzwischen viel sorgsamer mit ihren Abfällen umgehen. „Wir beobachten, dass das Umweltbewusstsein der Bürger in den vergangenen zehn Jahren um gut 80 Prozent gestiegen ist“, schätzt Bernd Kliche ein.