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Noch ein Stück alter Mühlenstraße freigelegt

Die Umbauarbeiten am Templiner Kirchplatz haben begonnen. Mit der Neugestaltung soll ein Stück Stadtgeschichte wieder lebendig werden. Die Archäologen haben bei Erdarbeiten ein weiteres Puzzlestück entdeckt.

Anne Wien putzt das mittelalterliche Pflaster und die Entwässerungsrinne frei.
Sigrid Werner Anne Wien putzt das mittelalterliche Pflaster und die Entwässerungsrinne frei.

In Templin haben im historischen Stadtzentrum die Bauarbeiten zur Neugestaltung der zweiten Kirchplatzhälfte begonnen. Dort soll künftig mittels Hecken, Rasenflächen und schwarzen Basaltstreifen der Verlauf der mittelalterlichen Mühlenstraße nachempfunden werden. Bei den ersten Erdarbeiten haben Archäologen jetzt erneut ein größeres zusammenhängendes Stück mittelalterlicher Pflasterstraße samt Entwässerungsrinne freilegen können. Ein solcher Fund war nach Voruntersuchungen mittels Georadar gar nicht mehr zu vermuten gewesen.

Über dem Pflaster hatte möglicherweise der steinhaltige grobe Schutt vom letzten großen Stadtbrand von 1735 die Sondierungen gestört. Nach erster Einschätzung der Archäologen bestätigt der neuerliche Fund aber den Verlauf der mittelalterlichen Mühlenstraße, so wie er bei der Neugestaltung des Kirchplatzes wieder aufgenommen werden soll. Am 25. September soll im Rahmen einer Festveranstaltung zu 25 Jahren Stadtsanierung in Templin der archäologische Stadtrundgang eröffnet werden, der auf dem Kirchplatz endet. Ob die Umbauarbeiten bis dahin schon realisiert sein werden, ist nach dem neuerlichen Fund jedoch nicht gewiss.