Streik der Busfahrer:

Notfahrplan ändert sich stündlich

Die Uckermärkische Verkehrsgesellschaft versucht, mit einem eingeschränkten Fahrplan die Auswirkungen des Ausstands im Linienverkehr zumindest zu einem Viertel aufzufangen. Doch das gelingt nicht in jedem Fall.

Nach einem Notfahrplan können circa 25 Prozent des regulären Busfahrplans abgesichert werden. Inzwischen fahren Busse auch in Richtung Lychen.
Heiko Schulze Nach einem Notfahrplan können circa 25 Prozent des regulären Busfahrplans abgesichert werden. Inzwischen fahren Busse auch in Richtung Lychen.

„Wir können uns nur immer wieder entschuldigen. Wir wissen, die Verhältnisse sind zum Teil chaotisch, doch geben alle hier ihr Bestes, einschließlich der Fahrer.“ Grit Krstanovic und die anderen Mitarbeiter der Uckermärkischen Verkehrsgesellschaft  (UVG) einschließlich Geschäftsführer Lars Boehme fangen jede Menge an Frust und Ärger ab, seit die Busfahrer streiken. Die Telefone scheinen nicht mehr still zu stehen, der E-Mail-Eingang droht überzulaufen. Ein Notfallplan ist ins Internet gestellt. „Der kann sich von Stunde zu Stunde ändern“, sagt Grit Krstanovic und empfiehlt, regelmäßig dort den aktuellen Stand abzufragen. Wohl wissend, dass nicht jeder der betroffenen Fahrgäste über einen Internetzugang verfügt. Schulleitungen, Amtsdirektoren und Bürgermeister würden so früh wie möglich in einer Rundmail über Veränderungen des Notfahrplanes informiert.

Busse fahren jetzt auch Richtung Lychen

Mit Stand Mittwoch, so rechnet UVG-Chef Lars Boehme hoch, können über eigene Busfahrer und mit Unterstützung aus Partnerunternehmen circa 25 Prozent des normalen Fahrplanes über den Notfallfahrplan abgesichert werden. Zunächst hat Lychen darin keine Rolle gespielt. Der Kreistagsabgeordnete Henryk Wichmann hat daher Uckermark-Landrat Dietmar Schulze, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der UVG ist, auf die unhaltbare Situation hingewiesen. Der Landrat habe umgehend eine Veränderung durchgesetzt. „Lychen ist drin im Notfahrplan“, freut sich Wichmann.

Welche Busse wann fahren, darüber informiert die UVG auf ihrer Internetseite www.wirbewegensie.de

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