Kein Bordstein auf der rechten Seite:

Ortsbeirat fühlt sich bei Straßenausbau übergangen

Die Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt Klaushagen sind gerade zwei Wochen alt, schon hagelte es Kritik von Anliegern. Sie fragten sich, warum kein Bordstein auf der rechten Straßenseite eingeplant ist und warum sie davon erst jetzt erfahren haben.  

Vorarbeiter Ricardo Möser wird mit seinen Kollegen in den nächsten Tagen an dem Graben für den Regenwasserkanal in Klaushagen arbeiten. Foto: Ines Markgraf
Vorarbeiter Ricardo Möser wird mit seinen Kollegen in den nächsten Tagen an dem Graben für den Regenwasserkanal in Klaushagen arbeiten. Foto: Ines Markgraf

Ab Montag geht es in Klaushagen richtig los. Dann wird es auch kein Durchkommen für Fahrer geben, die bisher die Sperrung nicht akzeptiert haben. Bislang wurde nur an der Straßenentwässerung gearbeitet.

Die Pläne für den seit Jahren geplanten Straßenbau und für die Gestaltung der Grundstückszufahrten lagen 2011 öffentlich aus. Jetzt äußert Ortsvorsteher Peter-Christian Müller seinen Unmut, denn erst auf der letzten Baubesprechung am Mittwoch habe er erfahren, dass an der Landesstraße 217 auf der rechten Seite in Richtung Boitzenburg kein Bordstein eingebaut werden soll.

Seiner Meinung nach werden durch schwere Fahrzeuge die Bankette und Auffahrten zu den Grundstücken binnen kürzester Zeit zerfahren.

Diese Sorge kann Hans-Jürgen Otte vom Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg nicht teilen. Die Straße sei mit sechs Metern breit genug, dass sich zwei Fahrzeuge gefahrlos begegnen können, ohne auf den Bankettestreifen fahren zu müssen.

Der Mitarbeiter des Landesbetriebes Straßenwesen staunt darüber, dass Klaushagens Ortsbeirat nichts über den einseitigen Einbau eines Bordsteines an der Ortsdurchfahrt gewusst haben will. In den Plänen, die im Planfeststellungsverfahren auslagen, sei zu sehen gewesen, dass die linke Straßenseite in Richtung Boitzenburg einen Bordstein bekomme.

Aus der Sicht der Planer beim Landesbetrieb Straßenwesen ist ein Bordstein auf der rechten Seite nicht nötig.

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Kommentare (1)

Ein Ortsbeirat, der bei festgestelltem Plan keine Kenntnis vom Plan hat, hat im Planfeststellungsverfahren schlicht geschlafen. Sich zu informieren ist Bürgerpflicht, erst recht, wenn die Pläne zur Planfeststellung ausliegen und jedermann Gelegenheit hat, diese einzusehen. Und wenn man den Plan nicht lesen kann, was man nicht zwangsläufig muss, gibt es genug Gelegenheit, sich den Plan erklären zu lassen. Aber bitte nicht erst, wenn die Bagger anrollen. Dann ist das Kind schon in den Brunnen gefallen.