Templiner setzen Zeichen:

Pfiffe gegen Fremdenfeindlichkeit und Hass

Die NPD hat in Templin gegen die Asylpolitik der Bundesregierung demonstriert. Rechte Parolen wollten sich Kurstädter jedoch nicht bieten lassen.

Sie waren dem Aufruf der rechtsextremen NPD auf den Marktplatz gefolgt.
Michaela Kumkar Sie waren dem Aufruf der rechtsextremen NPD auf den Marktplatz gefolgt.

Ein Großaufgebot an Polizei bezog am Sonnabendvormittag Position auf dem Templiner Marktplatz: Die rechtsextreme NDP hatte eine einstündige Mahnwache angemeldet, um gegen die deutsche Asylpolitik zu protestieren. Hauptredner vor etwa 60 Demonstrationsteilnehmern war der NPD-Landtagsabgeordnete Michael Andrejewski aus Mecklenburg-Vorpommern. Parolen wie zum Beispiel "Asyl ist kein Selbstbedienungsladen" wollten etliche Templiner nicht unwidersprochen stehen lassen. Spontan fanden sich 30 bis 40 Kurstädter auf dem Markt ein und hielten mit Trillerpfeifen und "Nazis raus"-Rufen dagegen.

Schon vor der angekündigten NPD-Demo wurden in Templin Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit gesetzt. "Templin ist bunt" stand auf Plakaten an öffentlichen Einrichtungen. Kinder aus Schulen und Freizeiteinrichtungen hatten bunte Wimpelketten angefertigt, die auf dem Marktplatz angebracht wurden. Außerdem luden Mitglieder der Willkommensinitiative, die in Templin ehrenamtlich Flüchtlinge begleiten und unterstützen, und das Jugendhaus "Villa 2.0", eine städtische Freizeiteinrichtung, Asylbewerber und Templiner zum Willkommensfrühstück ein.

Auch in Angermünde fand am Sonnabend eine NPD-Demo statt. Dort war die Anzahl der Gegner nach Polizeiangaben etwas größer als in Templin. Vier Gegendemonstranten wurden von der Polizei des Platzes verwiesen. Zusammenstöße zwischen beiden Seiten gab es weder in Templin noch in Angermünde, hieß es von der Polizei.

 

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung