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Autofahrer fuhr trotz geschlossener Schranke weiter

Augenzeugen haben der Polizei von einem Fehlverhalten des 80-jährigen Pkw-Fahrers berichtet. Den Aussagen zufolge hat der Mann den Unfall mit zwei Schwerverletzten selbst verursacht.

Mehr blieb von dem Auto nach dem Zusammenstoß mit einem Zug nicht übrig.
Benjamin Vorhölter Mehr blieb von dem Auto nach dem Zusammenstoß mit einem Zug nicht übrig.

Nach einem schlimmen Zusammenstoß zwischen einem Pkw und einem Regionalzug in Templin gibt es nähere Erkenntnisse zu der Unfallursache: Nach Angaben von Augenzeugen soll der 80-jährige Fahrer am Bahnübergang an der Zehdenicker Straße wartende Fahrzeuge überholt haben, bestätigte Kai Ruddies, Sprecher der Bundespolizeiinspektion Angermünde. Der Autofahrer sei am Freitag links in den Gegenverkehr gezogen und habe die geschlossene Schranke umfahren. Dabei wurde der Wagen von dem heranfahrenden Zug aus Richtung Zehdenick erfasst.

Derweil liegen der 80-jährige Fahrer und seine gleichaltrige Beifahrerin schwer verletzt im Krankenhaus. Sie seien am Leben, teilte Bärbel Cotte-Weiß, Pressesprecherin der Polizeidirektion Ost mit. Die Polizei ermittelt wegen des gefährlichen Eingriffes in den Bahnverkehr. Eine Befragung der schwer verletzten Pkw-Insassen zu dem Unfall sei noch nicht möglich gewesen, so Cotte-Weiß.