Großeinsatz:

Polizei sucht fieberhaft nach 15-Jähriger

"Ich bringe mich um!" Bei dieser Ansage sollten sofort die Alarmglocken schrillen, sagt die Polizei – aus aktuellem Anlass.

Mehrere Stunden wurde das Mädchen gesucht, unter anderem mit einem Hubschrauber.
Nestor Bachmann Mehrere Stunden wurde das Mädchen gesucht, unter anderem mit einem Hubschrauber.

Mit 15 Jahren ist man viel zu jung zum Sterben. Hinweise auf einen Selbstmord sollten deshalb in jedem Fall äußerst ernst genommen werden, bekräftigt Polizeisprecher Gerald Pillkuhn und nimmt Bezug auf einen Fall aus dieser Woche. Da hatte ein Teenager Stress in seiner Wohngruppe gehabt. Das Mädchen griff danach zu einem Messer und drohte, sich damit zu ritzen. Die Situation gipfelte in der Ankündigung der Schutzbefohlenen, sich das Leben nehmen zu wollen. Noch während die Betreuer versuchten, Hilfe zu holen, riss die 15-Jährige aus.

Danach startete eine fieberhafte Suche in der Uckermark. Die Polizei schickte sofort alle verfügbaren Kräfte heraus. Mehrere Stunden lang kreiste ein Polizeihubschrauber über den Wäldern der Umgebung. Parallel dazu durchkämmten Hundeführer mit ihren speziell ausgebildeten Vierbeinern den Nahbereich. Drei Stunden später gab es dann Entwarnung. Das Mädchen wurde wohlbehalten in einem Waldstück entdeckt. In die Wohngruppe zurück konnte die junge Dame nicht. Sie wurde mit dem Rettungswagen in die psychiatrische Abteilung des Krankenhauses Eberswalde gebracht, wo die Ärzte sich ihren psychischen Problemen annehmen werden.

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