Geld fehlt an allen Ecken:

Puste reicht nur für zwei Straßen

Etwa die Hälfte der Straßenbauvorhaben aus dem mittelfristigen Programm der Uckermark ist realisiert. Der Etat 2014 würde gerade einmal für zwei Kilometer Ortsdurchfahrt reichen.

Seit Jahren wartet Milmersdorf darauf, dass die Ortsdurchfahrt von Grund auf überholt wird. 
Sigrid Werner Seit Jahren wartet Milmersdorf darauf, dass die Ortsdurchfahrt von Grund auf überholt wird. 

In Milmersdorf beginnt ein Hoffnungsschimmer zu leuchten. Der Ausbau der 700 Meter der L 100 – die durch den Ort nach Norden in Richtung Prenzlau, nach Süden in Richtung Berlin führt – soll über die Europaregion Pomerania im Zuge eines ganzen Straßenbau-Pakets erneuert werden. Seit Jahren hoffen nicht nur die Einwohner, auch die Kraftfahrer darauf. Selbst Politiker – bis hin zum Landesvater – haben bisher nichts an den Fahrrinnen und Schlaglöchern ändern können. Die Gespräche für eine Mischfinanzierung aus dem neuen Förderprogramm Interreg VA sind soweit gediehen, dass die sechs Partner aus Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und der Wojewodschaft Westpommern ihre gemeinsamen Projekte zeitnah den Bewilligungsgremien vorlegen können. Neben den rund 1,6 Millionen Euro für Milmersdorf beinhaltet das Paket zum Beispiel auch die Sanierung der L 258 zwischen Bandelow und Trebenow für rund 760 000 Euro. Für die Radler ist die Passage dieses Teils des Fernradweges Berlin-Usedom kreuzgefährlich. Für die täglichen Nutzer aus Firmen und die Einwohnern gehört die enge Straße seit Langem zu den großen Ärgernissen.

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