Verdacht der Steuerhinterziehung:

Razzia bei AfD-Politiker

Die Wohnung des uckermärkischen AfD-Kreisvorsitzenden Jan-Ulrich Weiß in Templin wurde durchsucht. Die Staatsanwaltschaft Neuruppin ermittelt gegen ihn.

Jan-Ulrich Weiß trat bei der Landtagswahl in Templin für AfD an.
Archiv/uk Jan-Ulrich Weiß trat bei der Landtagswahl in Templin für AfD an.

Jan-Ullrich Weiß, Kreisvorsitzender der Partei Alternative für Deutschland (AfD), steht im Verdacht der Steuerhinterziehung. Die Staatsanwaltschaft Neuruppin hat am Freitag bestätigt, dass Ermittlungsverfahren gegen den Templiner sowie einen weiteren Uckermärker eingeleitet wurden.

„Es hat am Dienstag eine Hausdurchsuchung bei Herrn Weiß gegeben“, bestätigte Detlef Hommes, Oberstaatsanwalt in Neuruppin auf Nachfrage des Uckermark Kurier. Woher der Verdacht rührt, dazu wollte er mit dem Verweis auf das laufende Ermittlungsverfahren keine Angaben machen. Ebenso im Dunklen bleibt vorerst, in welcher Größenordnung Jan-Ulrich Weiß Steuern hinterzogen haben soll. Detlef Hommes sprach lediglich davon, dass der Steuerschaden ein größerer wäre. Keine näheren Angaben gab es am Freitag zu dem anderen Uckermärker, gegen den die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Ermittlungen dauern an

Völlig offen ist noch, ob es zur Anklage kommt. „Das Ermittlungsverfahren wird ergebnisoffen geführt“, sagte Hommes. Jan-Ulrich Weiß wollte sich zu dem Vorwurf der Steuerhinterziehung mit dem Hinweis auf das laufende Verfahren nicht äußern.

In seiner Partei ist Jan-Ulrich Weiß umstritten. Der Landesverband führt gegen ihn ein Parteiausschlussverfahren, nachdem der Templiner auf seiner Facebook-Seite eine antisemitische Karikatur veröffentlicht hatte.

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