Bund ändert Auflagen:

Reifenhändler sieht sein Geschäft bedroht

Ein Templiner Runderneuerer für Lkw-Reifen fühlt sich diskriminiert und hat Angst um seinen Betrieb. Schuld daran ist eine neue Förderrichtlinie des Bundes.

Der Erwerb von runderneuerte Lkw-Reifen soll nach einer neuen Förderrichtlinie des Bundes nicht mehr subventioniert werden. Für Reifenhändler Ralf Slowinski ist das eine Katastrophe.
Benjamin Vorhölter Der Erwerb von runderneuerte Lkw-Reifen soll nach einer neuen Förderrichtlinie des Bundes nicht mehr subventioniert werden. Für Reifenhändler Ralf Slowinski ist das eine Katastrophe.

Ralf Slowinski, Juniorchef eines Templiner Reifen- und Autoserviceunternehmens, ist stinksauer. Er sieht Rot für seinen Betrieb, nachdem die Nachfrage an runderneuerten Lkw-Reifen sei seit Jahresbeginn rapide gesunken ist. Schuld daran seien seiner Meinung nach die neuen Förderrichtlinien des Bundes. Seit Jahresbeginn werden staatliche Beihilfen beim Erwerb von Lkw-Reifen erst gewährt, wenn die Kriterien des EU-Reifenlabels erfüllt sind. Das gilt allerdings nur für Neureifen, womit praktisch runderneuerte Lkw-Reifen von der Förderung im Rahmen des sogenannten "De-minimis"-Programms ausgeschlossen sind. Deshalb entscheiden sich nun viele Kunden, die "De-minimis"-Fördermittel beantragt haben, für Neureifen.

Mit dem "De-minimis"-Programm fördert das Bundesamt für Güterverkehr Speditionsunternehmen, die bestimmte Maßnahmen zur Förderung von Sicherheit und Umwelt durchführen. Ziel des Förderprogramms ist es, die negative Auswirkungen des Lkw-Verkehrs auf die Umwelt zu reduzieren, indem Emissionen und Materialverbräuche gesenkt werden.

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