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Rostiger Stahl stößt auf Kritik

In Templin soll der Kirchvorplatz neu gestaltet werden. Dort steht bereits Figuren aus Cortenstahl, über die in der Stadt heftig diskutiert wird. Das Material soll auch auf dem Vorplatz zum Einsatz kommen. Dagegen laufen Kommunalpolitiker Sturm.

Der Brunnen auf dem Kirchplatz gilt als umstritten, auch wegen des verwandten Cortenstahls, aus dem die Figuren bestehen. Dass dieses Material noch einmal zum Einsatz kommt, möchten Stadtverordnete verhindern.
Michaela Kumkar Der Brunnen auf dem Kirchplatz gilt als umstritten, auch wegen des verwandten Cortenstahls, aus dem die Figuren bestehen. Dass dieses Material noch einmal zum Einsatz kommt, möchten Stadtverordnete verhindern.

Über die geplante Gestaltung des Kirchplatzes wird in Templin heftig diskutiert. Die Stadtverordneten hatten sich nach monatelangen Debatten auf eine Variante geeinigt. Das Planungsbüro LA.BAR will demnach bei der Gestaltung Cortenstahl verwenden, um so eine Verbindung zu Figuren eines Brunnens aus diesem Material herstellen, der dort schon steht. Vielen Kurstädter gefällt dieser rostig aussehende Stahl jedoch nicht. Deshalb wollen die Stadtverordneten Birgit Bader (B90/Grüne), Andrea Kokot und Sebastian Tattenberg (beide SPD) die Gestaltungsvariante nicht mittragen und beantragten unter anderem, auf Cortenstahl zu verzichten. Darüber wurde jetzt im Bauausschuss der Stadtverordnetenversammlung diskutiert.

Dass sich das Material so verfärben könnte wie die Brunnenfiguren, die Gefahr sieht man in der Stadtverwaltung nicht. Schließlich sei nicht vorgesehen, das Material „dauerhaft zu benetzen“, hieß es. Das überzeugt die drei Stadtverordneten nicht. „Die Verwaltung hat inzwischen mittlerweile selbst Alternativen zum Einsatz dieses Materials eingeräumt“, so Andrea Kokot. „Aus unserer Sicht wären Feldsteine dafür geeignet. Denn die alten Häuser im Stadtzentrum sind alle auf Feldsteinen errichtet worden. So ergibt sich auch ein Bezug zur Historie der Stadt“, meinte sie. Dahin gehend sollte die Ausschreibung für die Arbeiten geändert werden, lautete die Empfehlung der Ausschussmitglieder.

Im März wird der Antrag der drei Kommunalpolitiker auf der Stadtverordnetenversammlung diskutiert.