Zuckersüßer Erfolg:

Rüben soweit das Auge reicht

Die Landwirte in der Uckermark haben eine Rekordernte bei Zuckerrüben eingefahren. Jetzt bangen sie aber, dass sie die Erträge auch zu einem vernünftigen Preis los werden.

Eine Superernte fuhren die uckermärkischen Landwirte bei Zuckerrüben ein.
Sigrid Werner Eine Superernte fuhren die uckermärkischen Landwirte bei Zuckerrüben ein.

800 bis 900 Dezitonnen Zuckerrüben je Hektar, das gab es wohl noch nie in der Uckermark. "Ich hätte nicht gedacht, dass auf unseren Äckern jemals so viel wachsen kann", sagt ein alter Hase in dem Geschäft, Joachim Hans, der mit 80 noch einen großen Agrarbetrieb in Wichmannsdorf leitet. Friedhelm Liermann aus Güstow pflichtet ihm bei: Einen ganzen Kilometer lang zieht sich seit Herbst die Rübenberg-Schlange zwischen Schönermark und Arendsee. Sie stehe als Symbol dafür, wozu moderne Landwirtschaft, gutes Wetter, vielleicht auch verändertes Klima in der Lage sind.

"Wir haben 2014 Zuckerrübenerträge vom Feld geholt wie zu DDR-Zeiten in drei Jahren zusammen", zieht Friedhelm Liermann einen Vergleich. Für solche Erträge hätten Bauern damals einen Orden bekommen. Heutzutage bangen sie darum, ob sie all das Gewachsene zu einem kostendeckenden Preis absetzen, ob die Rüben an die Zuckerfabrik auch noch verarbeitungsfähig abgeliefert werden können. Ein Teil der Rüben konnte zum Glück von der Bioenergiebranche aufgefangen werden, berichtete der Vorsitzende des Bauernverbandes Uckermark.

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