Nur eine Idee gepostet:

Rückzug nach Aufruf zu illegalem Feuerwerk

Der Stadtfest-Höhepunkt wurde abgesagt, aus Sicherheitsgründen. Die Idee eines Stadtverordneten, es einfach selbst zu zünden, sorgte für heiße Kritik und hätte teure Konsequenzen.

Der Stadtsee bot immer eine tolle Kulisse für das Höhenfeuerwerk zum Stadtfest.
Uwe Werner Der Stadtsee bot immer eine tolle Kulisse für das Höhenfeuerwerk zum Stadtfest.

Die Ankündigung der Stadtfestorganisatoren, auf das zur Tradition gewordene Feuerwerk verzichten zu wollen, hat in Templin ein „Feuerwerk“ der Kritik hervorgerufen. Die Ordnungsbehörden wollten es an dem stadtnahen Abschussplatz am ZOB aus Sicherheitsgründen nicht genehmigen, der Uckermark Kurier berichtete.

Das wurde in sozialen Netzwerken heiß diskutiert. Auch vom Stadtverordneten Christian Hartphiel (SPD). Spontan sei ihm die Idee gekommen, da könnte doch ein cleverer Templiner zum Feuerwerks-Flashmob aufrufen, und hatte die Idee gepostet, bestätigte er auf Nachfrage des Uckermark Kurier. Neben  Beifallbekundungen habe es im sozialen Netzwerk  gleich Hinweise für eine ordnungsgemäße Beantragung einer solchen alternativen Feuerwerksveranstaltung gehagelt und die Warnung vor Bußgeldern.

Beim Ordnungsamt der Stadt war der „Veranstaltungsaufruf“ nicht eingegangen, man sah auch keinen Handlungsbedarf. Allerdings verwies die Behörde darauf, dass Feuerwerke angemeldet werden müssten. Polizei sei am Sonnabend vor Ort.

Christian Hartphiel war ohnehin nicht davon ausgegangen, dass jemand seine Idee umsetzen könnte, so der Templiner auf Nachfrage des Uckermark Kuriers. Es sei doch üblich, Ideen in Netzwerken einfach mal so zu diskutieren. Sicherheitsfragen habe er beim spontanen Posten gar nicht im Blick gehabt, ließ er durchblicken. Gleichwohl ist die Hartphiel-Idee von dessen Seite wieder verschwunden. Im Übrigen, so ließ er die Leser wissen, werde er selbst am Sonnabendabend gar nicht in Templin sein, sondern mit den Lychener den Sportlerball feiern. Er sei sogar irritiert, wie viele potenzielle Stadtfestbesucher ausgerechnet das Feuerwerk so wichtig nähmen. Schließlich sollte man doch nicht 25 Stunden Programm und das Engagement von vielen hundert freiwilligen Helfern wegen eines ausgefallenen Feuerwerks schlecht reden.