Winterdienst:

Salz oder Kies - das ist in Templin die Frage

Der Gesetzgeber macht es sich leicht. Er gibt Karten heraus und schraffiert Flächen, auf denen das Ausbringen von Streusalz verboten ist. Ob die eigene Straße betroffen ist, muss sich jeder selbst heraussuchen. Mit beträchtlichem Aufwand.

Maria Lakomy schiebt in Templin lieber ihr Rad und nützt es als zusätzliche Stütze für ihr Gepäck.
Sigrid Werner Maria Lakomy schiebt in Templin lieber ihr Rad und nützt es als zusätzliche Stütze für ihr Gepäck.

Wenn der Winter Einzug hält und es draußen glatt wird, dann wird die Frage akut. Wie sollen die Wege abgestumpft, dem Eis Einhalt geboten werden? In Templin gibt es zwei Trinkwasserschutzgebiete. In  Schutzzonen, die mehr als die halbe Stadt betreffen, ist der Einsatz von Streusalz auf Straßen, Wegen oder sonstigen Verkehrsflächen verboten. Ausgenommen sind die Bundesstraße 109 und der Landesstraße 23, heißt es in der entsprechenden Verordnung des Landes.

Doch welche Straßen davon betroffen sind, ist lediglich einer Karte zu entnehmen, auf der die Schutzzonen grau, hellblau oder mit transparentem Blau unterlegt sind. Die Bürger können sie derzeit nur im Rathaus oder in der Kreisverwaltung einsehen. Doch wer macht sich wohl die Mühe? Ein Verzeichnis mit Straßen und Wegen, in denen der Einsatz von Taumittel erlaubt oder verboten ist, würde helfen, gibt es aber nicht. Und so bleibt vielen, sicherheitshalber nur mit Kies zu streuen oder Eis mühsam aufzuhacken.

Gefährlich wird es in der Templiner Seestraße. Über diese Straße direkt am Eichwerder wird derzeit der Verkehr wegen des Ausbaus der  auf der derzeitigen Umleitungsstrecke, wo so mancher Laster bei Schnee und Eis seine Schwierigkeiten bekommen könnte.

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