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Schlechte Karten für alte Menschen

Über die engen Pflasterstraßen von Templin rollen zurzeit viele Autos. Besonders in Hauptverkehrszeiten strapaziert das die Nerven von Anwohnern.

Ein Behelfsüberweg für Fußgänger im Marktbereich wurde insbesondere älteren Menschen helfen, findet Elfriede Sydow. „Wir würden so besser über die Straße kommen.“
Michaela Kumkar Ein Behelfsüberweg für Fußgänger im Marktbereich wurde insbesondere älteren Menschen helfen, findet Elfriede Sydow. „Wir würden so besser über die Straße kommen.“

Elfriede Sydow hat ein Problem: Die 90-jährige Seniorin weiß derzeit nicht, wie sie über die Straße vor ihrer Haustür kommen soll. Über die rollt wie aufgefädelt der Umleitungsverkehr, denn die Ortsdurchfahrt von Templin wird gebaut. Besonders Fußgänger, de schlecht zu Fuß sind, haben dort schlechte Karten.

So bleibt ihr nichts anderes übrig, als auf rücksichtsvolle Autofahrer zu warten, die sie über die Straße lassen. Wenn sich schon keine andere Lösung für die Umleitung während der Bauarbeiten gefunden habe, „warum hat die Stadt nicht wenigstens daran gedacht, einen Behelfsüberweg für Fußgänger einzurichten. Beispielsweise einen Zebrastreifen?“, möchte die Templinerin wissen.

Behörden wollen über Vorschlag beraten

Im städtischen Bauamt ist man sich bewusst, dass die derzeitige Umleitung für Anwohner nicht unproblematisch ist. Deshalb soll über den Hinweis von Elfriede Sydow in der Verkehrssicherheitsberatung gesprochen werden, so Thekla Seifert. Dort sitzen Vertreter der Stadtverwaltung, der Polizei, der Uckermärkischen Verkehrsgesellschaft und des Landesbetriebes für Straßenwesen an einem Tisch. Elfriede Sydow wird also weiter auf rücksichtsvolle Autofahrer hoffen müssen.