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Schöne Hülle steht leer

Das Akzisehaus in Templin ist eine echte Perle und für viele Touristen ein beliebtes Fotomotiv. Dennoch hat die Stadt mit dem Gebäude ein Problem.

Postkartenmotiv Akzisehaus. Wer möchte es nutzen?
Michaela Kumkar Postkartenmotiv Akzisehaus. Wer möchte es nutzen?

Im Dornröschenschlaf dämmert das Templiner Akzisehaus dahin. Dabei ist das Fachwerkgebäude in der Innenstadt nicht nur geschichtsträchtig, sondern nach seiner Sanierung auch hübsch anzusehen. Doch das nützt der Stadt alles nichts. Seit dem Auszug der Kunsthandwerkerin Jennifer Herold im vergangenen Jahr will sich einfach kein neuer Nutzer für die Immobilie finden.

Geschichtsträchtiges Haus aufwendig saniert

Das Häuschen, unmittelbar an der Stadtmauer gelegen, befindet sich in städtischem Besitz und wird von der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft verwaltet. Ein Blick in die Geschichte des Gebäudes verrät, dass es auf Anordnung Friedrichs  II. im Jahr 1768 als Torschreiberhaus am Neuen Tor errichtet wurde. Nachdem man die Zollpflicht im 19. Jahrhundert aufgehoben hatte, wurde es Wohnhaus, bis 1990. Zwei Jahre lang wurde das Fachwerkhaus unter anderem mit Städtebaufördermitteln von rund einer Viertelmillion D-Mark saniert.

Ideen gibt es einige

Wenn es nach dem Wunsch von Kurstädtern geht, dann würde eine Schauwerkstatt für einen Kunsthandwerker auch wieder gut in das Gebäude passen. Ältere Templiner hatten schon einmal einen Ausstellungsraum für historische und aktuelle Ansichten aus der Stadt im Akzisehaus ins Gespräch gebracht. Jüngere könnten sich das Gebäude als Anlaufpunkt für junge Eltern mit ihrem Nachwuchs vorstellen. Die Stadt würde darin gern eine gewerbliche Nutzung sehen.