Baugeschehen in der Region:

Seenlandschaft wird in eine glatte Straße verwandelt

Die Grunewalder waren noch nie verwöhnt mit ihrer Straße. Jetzt soll alles anders werden. Landkreis und Stadt bauen am dritten und letzten Bauabschnitt der neue Ortsdurchfahrt. Für Bauleute wie Anwohner eine schwierige Zeit.

Die Mitarbeiter der Straßenbaufirma Rask aus Hoppegarten haben mit vielen Herausforderungen zu kämpfen: Schichtenwasser, das immer wieder nachläuft und Leitungen, die aus den Unterlagen nicht  an diesen Stellen vermutet werden durften.
Sigrid Werner Die Mitarbeiter der Straßenbaufirma Rask aus Hoppegarten haben mit vielen Herausforderungen zu kämpfen: Schichtenwasser, das immer wieder nachläuft und Leitungen, die aus den Unterlagen nicht  an diesen Stellen vermutet werden durften.

Es ist wie seit Jahrzehnten. Erst, wenn die Fördermittel fließen, kann gebaut werden. Und dann muss es ganz schnell gehen. Das ist auch im Templiner Ortsteil Grunewald beim Bau der Ortsdurchfahrt  nicht anders. Der dritte Bauabschnitt konnte erst Ende Oktober so richtig begonnen werden. Der Bauherr, der  Landkreis Uckermark, würde die Maßnahme am liebsten zu Weihnachten schon beendet sehen. Die Anwohner würde es freuen. Dann wäre die Zeit der zum Teil drastischen Einschränkungen vorbei. Auch die Bauarbeiter hätten nichts dagegen, noch vor Wintereinbruch die 500 Meter Straße fertig zu stellen.

Doch wie viel Zeit haben sie noch bis dahin wirklich? Für Freitag war nehmen stürmischen Winden schon der erste Schnee angesagt. Dann Frost. Und zu Wochenbeginn? "Hier wird gebaut, solange es irgend geht", sagten Bauleiter Klaus Acker und Polier Torsten Glase. Sie stellten bei der Bauberatung am Donnerstag alle Weichen, damit am Montag oder Dienstag die Schottertragschicht und danach die erste und zweite Schicht Schwarzdecke eingebaut werden können. Klaus Acker will die Anwohner auch noch schriftlich informieren, was auf sie in der nächsten Woche zukommt. Aber damit das auch klappt, müssen die Bauarbeiter am Freitag dem Wind trotzen und auch am Sonnabend kräftig in die Hände spucken. Die fehlenden Borde auch im Kreuzungsbereich sind noch zu setzen, eine Gasleitung tiefer zu verlegen, die Regenentwässerung in die Erde zu bekommen.