Einwohner haben Gelegenheit für Fragen:

Sie wollen den Asylbewerbern auf jeden Fall zur Seite stehen

361 Menschen aus den Krisengebieten finden in diesem Jahr Aufnahme in der Uckermark. Jetzt sollen sie in einigen Städten des Kreises Wohnungen beziehen. Auch in Boitzenburg werden in dieser Woche zwei Familien einziehen.

Zu bester Abendbrotzeit hatten sich bis zu 60 Bürger in der Aula der Puschkin-Grundschule getroffen, um ihre Fragen los zu werden.
Thomas Walther Zu bester Abendbrotzeit hatten sich bis zu 60 Bürger in der Aula der Puschkin-Grundschule getroffen, um ihre Fragen los zu werden.

Willkommen in Boitzenburg hatten die Initiatoren auf die Einladung geschrieben. Die Bürger sollten die Möglichkeit bekommen, am Freitagabend in der Aula der Puschkin-Grundschule ihre Fragen zum Thema Asylbewerber in Boitzenburg zu stellen, das war die Absicht. Leider, so stellte ein Anwesender bereits am Anfang fest, würde das Thema in anderen Städten Deutschlands nicht immer mit der entsprechenden Sachlichkeit diskutiert. Und so waren sich die Einladenden wohl auch nicht so ganz sicher, wie der Abend verlaufen würde. Gleich an der Wand hinter dem Podium stand auf einem Schild, keine „meschenrechtsfeindlichen Äußerungen“ zu tätigen. Und es waren auch zwei Polizisten in Dienstkleidung im Raum anwesend. Doch die Sorge war völlig unbegründet. Der Abend zeigte, dass es für die beiden Asylfamilien, die in der nächsten Woche nach Boitzenburg kommen werden, einen wirkliches Willkommen in Boitzenburg geben wird.

Wie informiert wurde, werden bereits in der nächsten Woche zwei Familien, eine albanische und eine syrische mit jeweils drei Kindern nach Boitzenburg ziehen.