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So ein störrischer Adebar

Ein Storch muss umziehen, weil er  auf einem Strommast in Rutenberg brütet. Das ist gefährlich für ihn und und die Energieversorgung. Nun wurde in Absprache mit dem Naturschutz eine Nisthilfe an sicherer Stelle gebaut. Doch der Vogel will nicht so recht.

Der Horst auf dem Strommast muss runter.
Sigrid Werner Der Horst auf dem Strommast muss runter.

Eigentlich hatten die Rutenberger ihrem Adebar schon vor zwei Jahren ein anderes "Wohnungsangebot" unterbreitet. Auf der gegenüberliegenden Seite auf einem Privatgrundstück wurde extra ein Mast mit einem Wagenrad versehen und als Nisthilfe vorbereitet. Doch Storch Reinhold, wie ihn Aurelia de Smet, seine bisherige "Vermieterin", nennt, schlug das Angebot aus. Im vergangenen Jahr baute der Storchenmann wieder auf dem altbewährten Strommast auf ihrem Grundstück sein Nest und zog dort mit seiner Storchenfrau Junge auf. 

Das weiß man auch beim Energieversorger. Nicht nur gefährlich für die Stromversorgung,  sondern auch gefährlich für Adebar und seine Nachzucht. Wird das Reisig im Horst feucht kann es zu Kurzschlüssen führen und ordentlich knallen. Auch dieses Jahr hat der Storchenmann in wenigen Tagen nach seiner Ankunft schon wieder Reisig auf dem alten Horst angesammelt. Nun drängte die Zeit. Der Energieversorger räumte in Abstimmung mit dem Naturschutz das neue Nestmaterial ab und brachte es auf den neuen, ungefährlichen Mast. Bleibt abzuwarten, ob Storch Reinhold das diesmal genehm ist oder ob er Rutenberg gänzlich den Rücken kehrt.