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So trifft der Busstreik Templin

In Schulen der Kurstadt verpassten am Mittwoch viele Schüler den Unterricht. Bei einigen lag das am ausgefallenen Nahverkehr. Doch es gibt noch ein anderes Problem, das Schülern zu schaffen macht.

Gähnende Leere am Busbahnhof.
Matthias Schöppner Gähnende Leere am Busbahnhof.

Gestresste Eltern, die aufgrund des Streiks bei der Uckermärkischen Verkehrsgesellschaft mbH (UVG) nicht genau wissen, wie sie ihre Kinder in die Schule bekommen? Das gProblem bestand am Mittwoch an einigen Templiner Schulen. "Ein Großteil der Kinder bei uns wird sowieso von den Eltern gebracht, von daher fehlen bei uns nur sehr wenige aufgrund des Streiks", berichtete Elke Benzmann, Leiterin der Johann Wolfgang von Goethe-Grundschule in Templin. "Wesentlich mehr Probleme macht hier die momentane Grippewelle."

Ähnlich sieht dies Marina Anné, stellvertretende Leiterin der Grundschule Egelpfuhl: "Natürlich hatten wir Abmeldungen von Eltern, die ihre Kinder nicht mit dem Auto bringen konnten und bei den unklaren Transportverhältnissen nicht wollten, dass sie lange an der Bushaltestelle stehen müssen. Aber der Großteil der Kinder, die nicht von der Grippe betroffen sind, ist auch bei uns im Unterricht", machte sie deutlich.

Verständnis für einen Tag Streik

Viel größere Probleme sieht Elke Benzmann an den weiterführenden Schulen. Und tatsächlich zeichnet Holger Dehmelt, Leiter des Gymnasiums Templin ein etwas Anderes Bild des Mittwochmorgens: "Rund zwei-drittel der Schüler, die auf die Verkehrsmittel der UVG angewiesen sind, sind aufgrund des Streiks nicht zum Unterricht erschienen", berichtete er. Auch in dieser Hinsicht bereite aber die momentane Grippewelle größere Probleme. Zumindest, solange der Streik nicht ausgeweitet wird: "Wenn es nur bei diesem einen Tag bleibt, haben wir absolutes Verständnis für die berechtigten Forderungen der Streikenden", sagte Dehmelt.

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