Verein organisiert Benefiztag:

Spendenbereitschaft rührt Sterbebegleiter

Todernste Informationen, Amüsement und Spendengala – diese Symbiose machte sich bezahlt. Viele Besucher zückten gern die Geldbörse für die Hospizarbeit in der Region. Und manche von ihren verloren sogar ein bisschen ihre Scheu vor dem Thema Tod.

Prenzlaus Kämmerer Marek Wöller-Beetz fungierte als Auktionator und animierte das Publikum zum Mitmachen und Geldausgeben für das Hospiz "Am Drachenkopf" in Eberswalde und den Ambulanten Hospizdienst.
Christina Schmidt Prenzlaus Kämmerer Marek Wöller-Beetz fungierte als Auktionator und animierte das Publikum zum Mitmachen und Geldausgeben für das Hospiz "Am Drachenkopf" in Eberswalde und den Ambulanten Hospizdienst.

6000 Euro sind beim Benefiztag am Sonnabend in Schwedt zusammen gekommen. Die Mitglieder des Vereins "Uckermark gegen Leukämie" hatten verschiedene Aktionen zugunsten des Ambulanten Hospizdienstes Uckermark/Barnim und des Hospizes „Am Drachenkopf“ in Eberswalde organisiert. Dabei war zunächst ungewiss, ob die Symbiose aus Unterhaltungsprogramm und todernstem Informationsangebot, vergnüglichem Amüsement und Spendengala gelingen könnte. "Wenn am Ende die Besucher Spaß gehabt haben und ein paar Leute mehr wissen, welche lebenswichtige Arbeit der Hospizdienst leistet, dann ist das schon ein Erfolg", befand Ines Baumgarten zum Tagesstart. Und tatsächlich, Jung und Alt kamen – und hatten viel Spaß.

Bei der Auktion gab es einen echten Bieterwettstreit. Kunstobjekte, signierte Bücher und CDs sowie zahlreiche Gutscheine regionaler Firmen und vieles mehr brachte Prenzlaus Kämmerer Marek Wöller-Beetz, der die Rolle des Auktionators übernommen hatte, unter den Hammer. Das Fanpaket des Modemachers Guido Maria Kretschmer war eines der ersten Exponate, das für 65 Euro um ein Vielfaches höher als das Anfangsgebot unter den Hammer kam.

Die Spendenbereitschaft rührte Bernd Butschkau, Leiter des Ambulanten Hospizdienstes, besonders. Sein Ziel war es, die Arbeit der Sterbe- und Trauerbegleiter bekannter zu machen. „Viele denken, dass wir nur in Eberswalde tätig sind. Oder sie wissen überhaupt nicht, dass sie kostenlose Hilfe in Anspruch nehmen können. Weil es dazu beiträgt, dass die Angehörigen ohne schlechtes Gewissen um Entlastung bitten können, ist diese Veranstaltung Gold wert“, betonte er. Insgesamt 80 der engagierten Ehrenamtler sind zwischen Bernau und Angermünde, Eberswalde und Schwedt im Einsatz. Mit dem Uckermärkischen Hospizverein in Prenzlau sei man freundschaftlich verbunden.

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