Baubeginn in nächsten Jahr:

Stadion wird Stück für Stück saniert

Die marode Sportstätte komplett auf Vordermann zu bringen, kann sich Templin finanziell nicht erlauben. Für ganz dringende Vorhaben liegen die ersten Mittel bereit. Für die nächsten hofft man auch auf Förderung.

Anke Daun, Mitarbeiterin der Templiner Stadtverwaltung, vor einem Modell des Templiner Stadions. Ein Beitrag von Sportlern, wie sie sich die Sportstätte künftig vorstellen könnten.
Michaela Kumkar/Archiv Anke Daun, Mitarbeiterin der Templiner Stadtverwaltung, vor einem Modell des Templiner Stadions. Ein Beitrag von Sportlern, wie sie sich die Sportstätte künftig vorstellen könnten.

Im nächsten Jahr will die Stadt Templin los legen: Die schrittweise Sanierung des „Stadions der Freundschaft“ beginnt. 120  000 Euro sind dafür vorgesehen, das Geld ist Bestandteil des Haushaltsplanentwurfes für 2016. „Zu den ersten Maßnahmen gehört, eine Ballfanganlage an dem neu zu schaffenden Parkplatz zu errichten“, erklärte Templins stellvertretende Bürgermeisterin Ursula Heise am Donnerstag den Mitgliedern des Ausschusses für Jugend, Soziales, Bildung, Kultur und Sport. Als Parkplatz soll künftig die vorhandene Freifläche in Verlängerung der Waldstraße in Richtung Stadion genutzt werden.

Darüber hinaus will die Kommune, der die Sportstätte gehört, die maroden Sitzbänke, die sich im Bereich der Jahnstraße befinden, erneuern. „Das macht Sinn. Denn dort sind die Treppen bereits in Ordnung gebracht worden“, informierte Ursula Heise. Mit zum Fahrplan zur Stadionsanierung gehört, dass eine Arbeitsgruppe dieses Konzept begleitet. Vertreter der Stadtverwaltung, des Sports und Stadtverordnete machen sich darüber Gedanken.

Hoffnung auf Fördermittel

Ausreichen werden diese Maßnahmen natürlich nicht, um das Stadion so auf Vordermann zu bringen, dass es für den Spielbetrieb von Vereinen, für den Schulsport, aber auch als moderne Wettkampfstätte für Leichtathletikwettkämpfe genutzt werden kann. Der Sanierungsbedarf ist hoch: Denn auch Umkleidekabinen sind zu klein, Duschen und Toiletten zu alt, der Hartplatz birgt Unfallgefahren... Die stellvertretende Bürgermeisterin sprach von weiteren, dringend notwendigen Investitionen in Höhe von etwa 700 000 Euro für die Jahre 2018/19.

Komplett aus dem eigenen Etat könne sich die Stadt das allerdings nicht leisten. Es besteht die Möglichkeit, dafür Fördermittel aus dem Bund-Länder-Programm Kleinere Städte und überörtliche Zusammenarbeit zu beantragen. „Wir versuchen alles zu veredeln, was noch möglich ist“, so Ursula Heise. Was nichts anderes bedeutet, als mit einer Anteilsfinanzierung das bestmögliche Ergebnis für Templin herauszuholen.

Interesse auch bei Nachbarn

In Lychen, im Amtsbereich Gerswalde und in der Gemeinde Boitzenburger Land, mit denen Templin in der Kooperationsgemeinschaft „Uckermärker Seenlandschaft“ zusammenarbeitet, befürwortet man das Vorhaben. Auch dort besteht Interesse an einer modernen, zentral gelegenen Sportanlage, der Uckermark Kurier berichtete. Übrigens schlagen für die Unterhaltung von Gebäuden und Anlagen im Stadion pro Jahr 30 000 Euro zu Buche.

Bemühungen der Stadt, einen anderen Betreiber für die Sportstätte zu finden, waren in der Vergangenheit gescheitert. Verzichten kann man in Templin auf das Stadion aber nicht. Denn es wird nicht nur für den Fußballspiel- und Trainingsbetrieb des SC Victoria 1914 Templin im Erwachsenen- und Jugendbereich gebraucht, sondern auch für Schul- und Betriebssportfeste, für den Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“, für Veranstaltungen der Kreissportjugend und des Behindertensportverbandes sowie der Jugendfeuerwehr. Deshalb kümmert sich die Stadt jetzt selbst um die Sanierung.