Projekt von internationaler Bedeutung:

Stadt stellt 100 000 Euro in Aussicht

Visionäre wollen aus dem verfallenden Joachimsthalschen Gymnasium in Templin eine europäische Internatsschule entwickeln. Viel Geld ist dafür nötig. Für die Protagonisten war es daher wichtig, dass sich die Stadt Templin in eine zu gründende Stiftung einbringt.

Templins Ex-Bürgermeister Ulrich Schoeneich will, dass im Joachimsthalschen Gymnasium wieder für immer das Licht angeht.
Sigrid Werner Templins Ex-Bürgermeister Ulrich Schoeneich will, dass im Joachimsthalschen Gymnasium wieder für immer das Licht angeht.

Das Joachimsthalsche Gymnasium in Templin besitzt eine lange Tradition. 1607 von Kurfürst Joachim Friedrich in Joachimsthal gegründet, wurde es 1912 im uckermärkischen Templin neu errichtet. Doch heute verfällt das denkmalgeschützte Ensemble zusehends. Doch jetzt wollen Visionäre aus Templin und aus ganz Deutschland diese Schule wiederbeleben.

Abitur soll Wege in die Welt ebnen

Die Protagonisten vom Verein zur Förderung der Kultur in den neuen Bundesländer e. V. (VKF) und Förderverein Joachimsthalsches Gymnasium Templin e.V. (FJGT e.V) wollen dort eine europäische Internatsschule einrichten, die  den europäischen Einigungsprozess unterstützen soll. Künftig sollen dort Schüler ihr europäisches Abitur erwerben können, es berechtigt zum Hochschulzugang in 28 europäischen Ländern, den USA, Kanada und in der Schweiz.

Weit über 50 Millionen Euro sind nötig, um dieses ehrgeizige Projekt zu verwirklichen. Die Visionäre um Projektleiter Dr. Ferdinand von Saint André und Templins Bürgermeister a.D. Ulrich Schoeneich sind derzeit auf Präsentationstour durch ganz Deutschland, um Spenden für eine Schulstiftung und Stiftungsgründer einzuwerben.

Entscheidung mit Signalwirkung

Bisher fehlte immer noch ein klares Bekenntnis der Stadt Templin zu dem Vorhaben. Zwar hatten die politisch Verantwortlichen ihre Unterstützung versichert. Sich aber mit einem finanziellem Beitrag in die Stiftung einzubringen, dazu konnten sich die Stadtverordneten bislang nicht durchringen.

Das ist seit dieser Woche anders. Trotz angespannten Haushaltes haben die Stadtverordneten mehrheitlich zugestimmt, dass sich die Stadt Templin als Stiftungsgründerin mit 100 000 Euro einbringen möge. Bislang hatten zwei Privatleute zugesagt, die Stiftung mit großzügigen Spenden zu unterstützen. Nunmehr hoffen die Initiatoren um Dr. Ferdinand von Saint André, dass andere Geldgeber nachziehen, um das einmalige Brückenprojekt zwischen West- und Osteuropa möglich zu machen. Denn zwischen Frankfurt/Main und Tallin gibt es keine einzige solche Schule.

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