Schlechtes Jahr für Adebare:

Störche plagen Nachwuchssorgen

Die Trockenheit im April und Mai dieses Jahres hat den Vögeln zu schaffen gemacht: Sie fanden einfach nicht genug Nahrung, um ihre Jungen zu versorgen. Das hatte Folgen.

Blick in den Storchenhorst in Neu Placht: Hier hat es in diesem Jahr offensichtlich Nachwuchs gegeben. Das war anderenorts leider nicht so.
Wolf-Hasso Seybold Blick in den Storchenhorst in Neu Placht: Hier hat es in diesem Jahr offensichtlich Nachwuchs gegeben. Das war anderenorts leider nicht so.

Die Storchenbilanz fällt im Altkreis Templin für 2016 ernüchternd aus: Nicht nur, dass sich weniger Brutpaare als im vergangenen Jahr auf den Horsten niedergelassen haben. Es gab auch weniger Jungstörche, haben Wolf-Hasso Seybold und Norbert Bukowsky, die beiden sind Weißstorchbeauftragte in der Region, festgestellt. Von den insgesamt gezählten 45 Brutpaaren hatten 17 keinen Nachwuchs. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr, in dem sich 52 Paare in der Region eingefunden hatten, waren es zwölf. Unter dem Strich wurden 2016 50 junge Störche gezählt. Festgestellt wurden aber auch 15 tote Jungvögel. Für 2015 belegen die Aufzeichnungen der beiden Männer eine Anzahl von 79 Jungstörchen und zwölf toten Vögeln.

Es gibt mehrere Ursachen für diese Entwicklung. „Wetterbedingt war das Nahrungsangebot während der Aufzucht der Jungen schlecht. Im April, Mai und Juli lagen die Niederschlagsmengen unter dem langjährigen Mittelwert. Es war also zu trocken“, sagt Wolf-Hasso Seybold. Die Vögel fanden nicht genügend Nahrung in den Wiesen, ganz abgesehen davon, dass deren Zahl ohnehin schon zurückgegangen sei, ergänzt Nobert Bukowsky. Die Weißstörche reagierten darauf: Es wurden relativ viele Junge, die bereits geschlüpft waren, aus den Horsten geworfen.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung