Straßenmeisterei in Nöten:

Streusalz frisst sich durch die Lagerhalle

Das Gebäude, in dem normalerweise die Vorräte für den Winterdienst liegen, ist behördlich gesperrt. Abhilfe ist nicht in Sicht.

Die Schäden sind unscheinbar. Doch Salz ist in die Wände der Lagerhalle eingedrungen und nagt jetzt an den Stahlträgern im Mauerwerk.
Horst Skoupy Die Schäden sind unscheinbar. Doch Salz ist in die Wände der Lagerhalle eingedrungen und nagt jetzt an den Stahlträgern im Mauerwerk.

"Wir mussten unser Salzlager auslagern. Unsere Vorräte haben wir auf den Hof eines Unternehmens in Boitzenburg gebracht“, bestätigte der Templiner Straßenmeister Jens Mocker auf Nachfrage des Uckermark Kurier.

In dem Templiner Gebäude darf kein Streusalz für den Winter mehr liegen. „Das Salz ist in den Beton der Wände gegangen. Das hätte nicht passieren dürfen“, so Jens Mocker. Beim Bau von Gebäuden dieser Art werden dem Beton Zusatzstoffe beigemischt, die verhindern, dass das Salz in das Mauerwerk eindringen kann. Doch in Templin ist das offenbar nicht passiert. Weil das Salz auch die Stahlkonstruktion im Mauerwerk angreifen kann, wurde die erst 1994 errichtete Halle von den Behörden gesperrt.

Wann eine neue Halle gebaut wird, steht noch nicht fest. So musste die Straßenmeisterei ihre tonnenschweren Vorräte ins 20 Kilometer entfernte Boitzenburg umlagern.