So ein Müll:

Templin kassiert 120 Papierkörbe ein

Mülleimer und Pflanzschalen sollen aus Kostengründen verschwinden. Doch ist das einer Kurstadt würdig?

Liegt bald mehr Müll in den Wohngebieten, wenn Papierkörbe fehlen?
Nele Wokan Liegt bald mehr Müll in den Wohngebieten, wenn Papierkörbe fehlen?

Templin will sparen. Magere Jahre in Sachen Finanzausstattung der Kommunen sind angekündigt. Auf soziale Einrichtungen will die Kurstadt dennoch nicht verzichten. Stattdessen kassierte die Stadt jetzt nicht nur 120 Papierkörbe ein, sondern will aus Kostengründen auch noch die Pflanzflächen für sogenannte Wechselbepflanzungen verringern. Auch die Zahl der Pflanzschalen im Stadtbild sollen auf zehn reduziert werden. Diese Meldung löste auf der Sitzung der Stadtverordneten offensichtlich Unbehagen aus.

"Das war nicht gut überlegt"

Uwe Göritz bedauerte, dass der Kurort nicht mehr Geld für Pflanzschalen übrig habe. Ebenso stünde es einem Kurort schlecht zu Gesicht, wenn die Leute ihren Unrat auf Straßen und Wegen entsorgten, weil keine Papierkörbe in der Nähe seien, ob nun im Vogelviertel oder am Vorstadtbahnhof. Das sei nicht gut überlegt.

Bürgermeister Detlef Tabbert räumte ein, stellenweise das Kind mit dem Bade ausgeschüttet zu haben. Er versprach, an verschiedenen Orten, beispielsweise im Vogelviertel, einige Papierkörbe wieder aufstellen zu lassen.

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